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recht.de :: Thema anzeigen - Kann man sich gegen Prferzuteilung zur Wehr setzen?
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Kann man sich gegen Prferzuteilung zur Wehr setzen?

 
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eixid11
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Anmeldungsdatum: 18.01.2006
Beitrge: 2

BeitragVerfasst am: 20.01.06, 20:21    Titel: Kann man sich gegen Prferzuteilung zur Wehr setzen? Antworten mit Zitat

Hallo alle zusammen,

im Ersten Staatsexamen fr Lehramt wird ein Prfer zugeteilt, der offensichtlich den Kandidaten nicht mag, ihn "runterputzen" mchte und bei dem derjenige seiner Ansicht nach garantiert durch die Prfung fallen wird.

Nun stellt sich die Frage, ob derjenige sich gegen die Zuteilung zur Wehr setzen kann und das Prfungsamt irgendwie dazu bringen kann, ihm einen anderen Prfer zuzuteilen.

Eigentlich war mit dem ersten Bescheid jemand anderes zugeteilt, dann bekam der Prfling allerdings einen nicht begrndeten nderungsbescheid, worin dann der andere Prfer aufgefhrt war.

Vielen lieben Dank fr jeden Rat oder Hinweis.
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oklaf
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Anmeldungsdatum: 04.11.2004
Beitrge: 286
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 21.01.06, 03:29    Titel: Antworten mit Zitat

Warum sollte ein Prfer jemanden absichtlich durchfallen lassen? Frage
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Hlle_auf_Erden
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Anmeldungsdatum: 21.01.2006
Beitrge: 1

BeitragVerfasst am: 21.01.06, 13:15    Titel: Antworten mit Zitat

Klasse Beitrag, wahrscheinlich noch nie studiert oder bester Freund von allen Menschen.

Ein sehr guter Freund steht vor dem gleichen Problem mit dem Unterschied, dass das Studium schon fast fertig ist und nur noch eine mdl. Prfung ansteht um das Diplom zu bekommen. Er hat am Do erfahren, dass sein Prfer, bei dem er in zwei Wochen Prfung hat, durch einen anderen ersetzt wird. Und dieser hat ihm schon durch die Blume klar gemacht, dass er nicht bestehen wird.

Also wre auch ich dankbar, wenn hier jemand mal konstruktive Vorschlge machen kann, auch ich hatte in meinem Studium schon mit hnlichen Problemen zu kmpfen.

Mich interessieren insbesondere Anfechtbarkeit des Bescheides zum Prferwechsel aufgrund eines Formmangels (die NAchricht ging per EMail zu), Durchfhrung eines Misstrauensantragen bzw. Verlauf eines Antrages auf einstweilige Verfgung.
Und wichtigstes Thema, wer kann einen im Rahmen eines anstehenden Verfahrens finanziell untersttzen (wie immer ahnt man nicht vorher wie kostbar eine Rechtschutzversicherung ist).
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oklaf
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 04.11.2004
Beitrge: 286
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 21.01.06, 17:55    Titel: Antworten mit Zitat

Doch, genug studiert um eine Ahnung zu haben. Nur wird ein Prfer, der pro Semester dutzende Prfungen abhlt, kaum jemanden ohne Grund durchfallen lassen. Und wenn der Prfer das durch die Blume mitteilt, dann scheint wohl im Vorfeld etwas vorgefallen sein. Winken
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abc
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Anmeldungsdatum: 24.12.2004
Beitrge: 365

BeitragVerfasst am: 21.01.06, 19:40    Titel: Antworten mit Zitat

oklaf, woher bist du dir so sicher, dass Prfer dagegen gefeit sind, dass persnliche Antipathien in die Notengebung einflieen? Bzw. es mssen nicht einmal persnliche Antipathien sein - bei Fchern wie Didaktik oder Literatur (Interpretationen) reicht es mitunter schon, wenn der Prfling eine Ansicht vertritt, die diesem konkreten Prfer partout nicht in den Kram passt. Ich bin - ein einziges Mal in meiner Laufbahn - an einen solchen Prfer geraten, war zum Glck keine entscheidende Prfung, denn an diesem Prfer wre ich vermutlich auch gescheitert. So hab ich das Fach im nchsten Semester einfach nochmals belegt bei einem fortschrittlicheren Professor - und pltzlich bekam ich wieder (so wie bei all den andern Professoren bis dahin auch) auf Anhieb eine gute Note. Es ist ohne weiters mglich, dass du bei einem erzkonservativen Prfer wesentlich schlechter abschneidest, oder eine Prfung gar nicht erst bestehst, die du bei jedem andern locker schaffen wrdest. Das war auch der einzige, mit dem ich solche schlechten Erfahrungen gemacht hatte - dem stehen eine Vielzahl wohlgesonnener PrferInnen gegenber, nur weil du das Glck hattest, dass dir ein solcher Prfer erspart geblieben ist, kannst du nicht schlussfolgern, dass es solche Prfer nicht gbe.

oklaf hat folgendes geschrieben::
Doch, genug studiert um eine Ahnung zu haben. Nur wird ein Prfer, der pro Semester dutzende Prfungen abhlt, kaum jemanden ohne Grund durchfallen lassen. Und wenn der Prfer das durch die Blume mitteilt, dann scheint wohl im Vorfeld etwas vorgefallen sein. Winken
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eixid11
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Anmeldungsdatum: 18.01.2006
Beitrge: 2

BeitragVerfasst am: 22.01.06, 01:46    Titel: Und was nun??? Antworten mit Zitat

Ich denke, es ist unsinnig darber zu diskutieren, ob ein Prfer so etwas tun wrde oder nicht. Es ist nmlich ganz einfach so, dass wenn konkrete Antipathie herrscht, ein Prfling wohl machen kann was er mchte und doch auf keinen "grnen Zweig" kommt.

Daher wre es sehr schn, wenn vielleicht jemand mal einen konstruktiven Vorschlag htte, wie in einem solchen Fall zu verfahren ist, denn die Zeit drngt Ausrufezeichen Ausrufezeichen Ausrufezeichen Weinen

(Nochmaliger Aufruf in totaler Verzweiflung! Traurig )
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oklaf
FDR-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 04.11.2004
Beitrge: 286
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 22.01.06, 02:44    Titel: Re: Und was nun??? Antworten mit Zitat

eixid11 hat folgendes geschrieben::
Ich denke, es ist unsinnig darber zu diskutieren, ob ein Prfer so etwas tun wrde oder nicht. Es ist nmlich ganz einfach so, dass wenn konkrete Antipathie herrscht, ein Prfling wohl machen kann was er mchte und doch auf keinen "grnen Zweig" kommt.

Daher wre es sehr schn, wenn vielleicht jemand mal einen konstruktiven Vorschlag htte, wie in einem solchen Fall zu verfahren ist, denn die Zeit drngt Ausrufezeichen Ausrufezeichen Ausrufezeichen Weinen

(Nochmaliger Aufruf in totaler Verzweiflung! Traurig )


Okay, dann konstruktiv: gibt es an deiner Uni eine Rechtsberatung der Asta? Das wre dann der erste Anlaufpunkt! Winken
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abc
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Anmeldungsdatum: 24.12.2004
Beitrge: 365

BeitragVerfasst am: 22.01.06, 03:41    Titel: Re: Und was nun??? Antworten mit Zitat

Hallo,

falls der Vorschlag von oklaf mit ASTA nichts bringt, wrde ich, sofern das fr dich machbar ist - es geht ja um viel - mich an einen auf Hochschulrecht spezialisierten Anwalt wenden.

Ich hab ein paar Links zu dem Thema "befangener Prfer" gefunden:

http://www.ra-brehm.de/bbz/doku/bef-pruefer.pdf

http://www.jurawelt.com/gerichtsurteile/oerecht/OVerwG/3901

http://www.mdr.de/mdr-info/urteile/143600.html

Obliegenheiten des Prflings
http://de.wikipedia.org/wiki/Pr%C3%BCfungsrecht_(Deutschland)

http://www.recht-in.de/urteile/urteilzeigen.php?u_id=113501

Was man da rauslesen kann, ist, dass du den Einspruch wegen Befangenheit so frh wie mglich machen musst und <b>unbedingt</b> jeden Vorfall <b>sofort</b> (sptestens bei Notenbekanntgabe) rgen, allerdings scheinen das so die Mindestbedingungen zu sein, ohne die man ohnehin keine Chance hat. Wahrscheinlich msstest du die bereits vorgefallenen uerungen des Prfers jetzt schon rgen - mglicherweise wird dir dann schon ein anderer zugeteilt, jedenfalls hast du dann bei Eintreten des "Ernstfalls" sicher bessere Karten, als wenn du erst im Verlauf der Prfung oder nach dieser mit diesen dann lngst vergangenen Fakten anfngst zu argumentieren.
Wie du optimal vorgehst, kann man aber da wohl kaum draus entnehmen. Ich an deiner Stelle wrde, wie gesagt, hier einen Anwalt hinzuziehen.

eixid11 hat folgendes geschrieben::
Ich denke, es ist unsinnig darber zu diskutieren, ob ein Prfer so etwas tun wrde oder nicht. Es ist nmlich ganz einfach so, dass wenn konkrete Antipathie herrscht, ein Prfling wohl machen kann was er mchte und doch auf keinen "grnen Zweig" kommt.

Daher wre es sehr schn, wenn vielleicht jemand mal einen konstruktiven Vorschlag htte, wie in einem solchen Fall zu verfahren ist, denn die Zeit drngt Ausrufezeichen Ausrufezeichen Ausrufezeichen Weinen

(Nochmaliger Aufruf in totaler Verzweiflung! Traurig )
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RA Erik Gnther
FDR-Moderator


Anmeldungsdatum: 11.04.2005
Beitrge: 202
Wohnort: Kln

BeitragVerfasst am: 25.01.06, 10:17    Titel: Antworten mit Zitat

Ich will da mal ein paar Worte verlieren, hier zur Gesetzeslage in NRW, die aber auf die anderen Bundeslnder bertragbar sein sollte:

Nach 2 III N. 3 VwVfG (NW) finden die 17-27 auch bei Prfungen Anwendung. Nach 21 I 1 VwVfG muss gegenber dem Leiter der Behrde (hier dann: Vorsitzender des Prfungsaussschuss, falls dieser nicht selbst betroffen, dann 21 I 2) ein Grund behauptet werden, der geeignet ist, Misstrauen in eine unparteiische Amtsfhrung zu rechtfertigen. Der Behrdenleiter entscheidet dann ber den Antrag. Diese Entscheidung ist zunchst nicht anfechtbar, 44 a VwGO. Aber wenn die Prfung dann angefochten wird, entscheidet das Gericht auch darber, ob dem Befangenheitsantrag htte stattgegeben werden mssen.

Also: Beweise sammeln (Zeugen, Urkunden etc.), Antrag stellen und ordentlich/sachlich begrnden (am besten mit Anwalt), in die Prfung gehen (egal, wer prft) und die Prfung bei Missfallen anfechten.

Das sind meine schnellen berlegungen dazu.
_________________
Erik Gnther
http://www.hlb.de/
http://www.raeg.de/

Diese Infos sind abstrakte Ausfhrungen zu rechtlichen Fragen. Damit will und kann ich Rechtsberatung nicht ersetzen. Es erfolgt keine Haftung.
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