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aufenthaltsgenehmigung groesser 12 monate nicht eu buerger

 
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c.h.
noch neu hier


Anmeldungsdatum: 20.07.2008
Beitrge: 2

BeitragVerfasst am: 20.07.08, 02:45    Titel: aufenthaltsgenehmigung groesser 12 monate nicht eu buerger Antworten mit Zitat

ich habe folgende situation:

brasilianische freundin mit visum fuer brd bis september (sprachschule).
freundin ist schwanger (geburtstermin 3. dez)... danach duldung bis zur geburt des kindes. heiraten moechte ich, jedoch erst ...spaeter....

ist es moeglich nach ablauf des visums fuer den sprachschulbesuch bis september eine min 12 monatige aufenthaltsgenehmigung zu bekommen? ohne diese kann ich keine krankenversicherung fuer sie abschliessen welche eine schwangerschaft abdeckt. (bin fuer jeden tip dankbar...im moment trage ich alle anfallenden arztkosten)

welche buerokratischen huerden wuerden mich im falle der geburt meines kindes in brasilien nach ablauf des visums meiner freundin erwarten. waere das kind dann auch deutscher staatsbuerger? koennte meine freundin ohne probleme in die brd einreisen?

Fragen Sie daher am Ende Ihres Beitrags immer: Wie ist die Rechtslage?

gruesse chris
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D.R.
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 18.03.2008
Beitrge: 693

BeitragVerfasst am: 20.07.08, 09:20    Titel: Antworten mit Zitat

Mglich ist das.

Helfen tut die Auslnderbehrde.
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Newbie2007
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 05.02.2007
Beitrge: 175

BeitragVerfasst am: 21.07.08, 09:17    Titel: Antworten mit Zitat

Ich nehme an, es geht um die Versicherungspflicht in der Gesetzlichen Krankenversicherung fr Personen ohne anderweitigen Krankenversicherungsschutz?

Wird nicht funktionieren:
1. Aufenthaltserlaubnis (brigens sind mindestens 13 Monate Geltungsdauer erforderlich) wird erst nach der Geburt des Kindes erteilt.
2. Nur bestimmte Aufenthaltserlaubnisse qualifizieren fr die Versicherungspflicht, nmlich solche, die unter Absehen von der Erfordernis der Lebensunterhaltssicherung erteilt werden. Eine AE wegen Sprachkurs, selbst wenn sie verlngert werden sollte, fllt nicht darunter.

Immerhin gibt es ein paar Lichtblicke:
1. Wenn die Freundin ein Visum (heit brigens Aufenthaltserlaubnis, nach deutschem Sprachgebrauch bezeichnet man mit "Visum" nur die Erlaubnis zu Einreise, die von der deutschen Botschaft im Ausland erteilt wird) bis September hat, mute sie dafr auch eine Krankenversicherung vorweisen. Diese sollte auch die Kosten der Schwangerschaft abdecken und daher die bisher angefallenen Arztkosten erstatten. U.U., falls bei Ende der Versicherung bereits keine Reisefhigkeit mehr besteht, knnte man auch versuchen, ob sie nicht noch lnger zahlt., bis der "Versicherungsfall" beendet ist.
2. Mit einer Duldung hat die Freundin Anrecht auf medizinische Versorgung nach dem Asylbewerberleistungsgesetz. Bei Schwangeren entspricht das dem, was die GKV leistet. Wahrscheinlich werden die Behrden die aufgelaufenen Kosten vom Kindsvater zurckverlangen, aber in der Regel sind die "Kassentarife" geringer, als das, was man als Privatpatient/Selbstzahler berechnet bekommt.
3. Auch wenn das Kind in Brasilien geboren wird, hat es die deutsche Staatsangehrigkeit und die Freundin kann nach der Geburt ein Visum zur "Familienzusammenfhrung" (d.h. sie reist zusammen mit dem Kind in D ein) beantragen. Voraussetzung ist, dass eine Vaterschaftsanerkennung nach deutschem Recht vorliegt. Die kann bereits jetzt gemacht werden - das Jugendamt wei mehr.

Gru
Newbie
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c.h.
noch neu hier


Anmeldungsdatum: 20.07.2008
Beitrge: 2

BeitragVerfasst am: 21.07.08, 16:29    Titel: Antworten mit Zitat

erst mal vielen dank!

das thema krankenversicherung habe ich mitlerweile abgeschlossen. es ist einfach nicht moeglich eine schwangere nicht versicherte, nicht eu buergerin (egal zu welchen konditionen) vor der geburt des kindes in eine kv zu bringen!

somit werde ich den weg der eheschliessung gehen.
was muss ich beachten?

1. ich moechte auf jeden fall mein bisheriges vermoegen absichern. zugewinn kann man ausschliessen, wie sieht das aus mit unterhalt?

2.stimmt es das im falle einer scheidung in den ersten 2 jahren die ex partnerin ausgewiesen wird? auch wenn sie in deutschland ein kind geboren hat?

3.brasilien muesste ein drittel oder viertel land sein. hiese also das ich fuer den unterhalt in brasilien nur ein bruchteil wie in deutschland bezahlen muesste?

4.wie sieht das aus mit erbschaft?

5.muesste ich um diese punkte abzusichern einen ehevertrag abschliessen? wie gehe ich dann vor? mache ich dieses bei einem anwalt oder beim notar?

6.welche kosten kaemen im falle einer scheidung auf mich zu?

ich denke das ist fuer viele in diesem forum nichts aufregendes aber fuer mich halt in meiner situation schon Winken

danke chris
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Newbie2007
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 05.02.2007
Beitrge: 175

BeitragVerfasst am: 21.07.08, 17:22    Titel: Antworten mit Zitat

Um die auslnderrechtliche Frage zu beantworten, wenn die Partnerin erst einmal Mutter eines Deutschen ist, kann sie praktisch nicht mehr ausgewiesen werden, ob unverheiratet, verheiratet, oder geschieden, ist egal.

Des weiteren empfehle ich einen Beratungstermin beim Anwalt, um sich ber die derzeitige Rechtslage kundig zu machen, sowohl was die Pflichten anbelangt, die man gegenber seiner Ehefrau und Mutter eines gemeinsamen Kindes hat (und die man auch nicht durch einen Ehevertrag loswird), als auch die Pflichten, die man trotzdem hat, wenn man die Mutter nicht heiratet ...

Wenn man dann immer noch heiraten will (wobei ich der Meinung bin, man sollte nur heiraten, wenn man Vertrauen hat - und das sehe ich hier nicht so ganz), empfehle ich einen Besuch beim Standesamt, um sich darber kundig zu machen, wie kompliziert es ist, eine Auslnderin in D zu heiraten ...

... deswegen noch mein letzter Tip: Suche in Google nach "+Eheschlieung +Dnemark" - und ich wrde mich beeilen damit, mit der Aufenthaltserlaubnis ist diese Alternative realisierbar, mit einer Duldung nicht mehr ...

Gru
Newbie
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Alexmama
Interessierter


Anmeldungsdatum: 20.07.2008
Beitrge: 13

BeitragVerfasst am: 22.07.08, 18:19    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Um die auslnderrechtliche Frage zu beantworten, wenn die Partnerin erst einmal Mutter eines Deutschen ist, kann sie praktisch nicht mehr ausgewiesen werden, ob unverheiratet, verheiratet, oder geschieden, ist egal.


Ist der werdende Vater denn berhaupt deutscher Staatsbrger?
Schlielich wird man nicht Deutscher aufgrund Geburt auf deutschem Boden. Was ja in den USA zB anders ist.
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Ronny1958
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 19.08.2005
Beitrge: 6981
Wohnort: "Kchenjunges" Lndle

BeitragVerfasst am: 22.07.08, 19:36    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Schlielich wird man nicht Deutscher aufgrund Geburt auf deutschem Boden. Was ja in den USA zB anders ist.


Hallo,

unter gewissen Bedingungen wird auch ein Kind, dessen Eltern keine Deutschen sind, alleine aufgrund der Tatsache der Geburt in Deutschland deutscher Staatsangehrger .
siehe dazu den 4 Abs. 3 StAG:

Zitat:
4 StAG

(1) Durch die Geburt erwirbt ein Kind die deutsche Staatsangehrigkeit, wenn ein Elternteil die deutsche Staatsangehrigkeit besitzt. Ist bei der Geburt des Kindes nur der Vater deutscher Staatsangehriger und ist zur Begrndung der Abstammung nach den deutschen Gesetzen die Anerkennung oder Feststellung der Vaterschaft erforderlich, so bedarf es zur Geltendmachung des Erwerbs einer nach den deutschen Gesetzen wirksamen Anerkennung oder Feststellung der Vaterschaft; die Anerkennungserklrung muss abgegeben oder das Feststellungsverfahren muss eingeleitet sein, bevor das Kind das 23. Lebensjahr vollendet hat.

(2) Ein Kind, das im Inland aufgefunden wird (Findelkind), gilt bis zum Beweis des Gegenteils als Kind eines Deutschen.

(3) Durch die Geburt im Inland erwirbt ein Kind auslndischer Eltern die deutsche Staatsangehrigkeit, wenn ein Elternteil

1. seit acht Jahren rechtmig seinen gewhnlichen Aufenthalt im Inland hat und

2. ein unbefristetes Aufenthaltsrecht oder als Staatsangehriger der Schweiz oder dessen Familienangehriger eine Aufenthaltserlaubnis auf Grund des Abkommens vom 21. Juni 1999 zwischen der Europischen Gemeinschaft und ihren Mitgliedsstaaten einerseits und der Schweizerischen Eidgenossenschaft andererseits ber die Freizgigkeit (BGBl. 2001 II S. 810) besitzt.

Der Erwerb der deutschen Staatsangehrigkeit wird in dem Geburtenregister, in dem die Geburt des Kindes beurkundet ist, eingetragen. Das Bundesministerium des Innern wird ermchtigt, mit Zustimmung des Bundesrates durch Rechtsverordnung Vorschriften ber das Verfahren zur Eintragung des Erwerbs der Staatsangehrigkeit nach Satz 1 zu erlassen.


(4) Die deutsche Staatsangehrigkeit wird nicht nach Absatz 1 erworben bei Geburt im Ausland, wenn der deutsche Elternteil nach dem 31. Dezember 1999 im Ausland geboren wurde und dort seinen gewhnlichen Aufenthalt hat, es sei denn, das Kind wrde sonst staatenlos. Die Rechtsfolge nach Satz 1 tritt nicht ein, wenn der deutsche Elternteil die Geburt innerhalb eines Jahres der zustndigen Auslandsvertretung anzeigt. Sind beide Elternteile deutsche Staatsangehrige, so tritt die Rechtsfolge des Satzes 1 nur ein, wenn beide die dort genannten Voraussetzungen erfllen.


Auch wenn die sog. Optionsdeutschen die deutsche Staatsangehrigkeit u.U. nur temporr fr einen gewssen Zeitraum besitzen (mit Vollendung des 18. LJ mssen sie sich dann entscheiden), sind sie durch ius soli deutsche Staatsangehrige geworden, nichts anderes als in dn USA.

Gre
Ronny Winken
_________________
Vielen Dank auch fr die positiven Bewertungen. Winken
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