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Rechte als Ex-Deutscher in Deutschland ?

 
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MarcoW75
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 23.11.2004
Beitrge: 68

BeitragVerfasst am: 28.07.08, 18:25    Titel: Rechte als Ex-Deutscher in Deutschland ? Antworten mit Zitat

Hallo!
Soweit ich wei,ist das mit der doppelten Staatsbrgerschaft fr Deutsche ja folgendermaen geregelt: Bietet der fremde Staat einem die Staatsbrgerschaft von sich aus an (weil man z.B. einen Einwohner des Staates heiratet),dann darf man beide StaB haben. Bewirbt man sich selbst darum, verliert man die dt. StaB automatisch. Hab ich das richtig in Erinnerung ?
Folglich wrde ich die dt.StaB verlieren,sobald ich z.B. die amerikanische StaB beantrage und verliehen bekomme (weil ich z.B. seit Jahren dort lebe). Nun mchte ich fr lngere Zeit zurck nach D (z.B. 1 Jahr). Wie luft es in so einem Fall mit einer Aufenthaltsgenehmigung ? Als normaler Tourist darf man ja auch nur 3 Monate in D bleiben...gibts fr ehemalige Staatsbrger vielleicht Sonderregelungen ?
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Ronny1958
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 19.08.2005
Beitrge: 6981
Wohnort: "Kchenjunges" Lndle

BeitragVerfasst am: 28.07.08, 18:38    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo

Zitat:
Hab ich das richtig in Erinnerung ?


Ja Winken

Zitat:
gibts fr ehemalige Staatsbrger vielleicht Sonderregelungen ?



Nein, als Exdeutscher ist man genausoviel oder wenig Nichtdeutscher wie ein gebrtiger Auslnder .

Es gbe ggf. Erleichterungen bei der Wiedereinbrgerung.

Gre
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franzi76
Interessierter


Anmeldungsdatum: 05.05.2008
Beitrge: 7

BeitragVerfasst am: 28.07.08, 20:42    Titel: Antworten mit Zitat

Ronny hat wohl 38 AufenthG bersehen. Winken Dort ist tatschlich eine "Sonderregelung" fr die Erlangung eines Titels fr ehemalige Deutsche enthalten. Wird der Antrag innerhalb von 6 Monaten nach Verlust der deutschen Staatsangehrigkeit gestellt, besteht sogar ein Anspruch auf einen Titel - Niederlassungserlaubnis oder Aufenthaltserlaubnis-, spter kann eine Aufenthaltserlaubnis erteilt werden.
Als US-Brger kann man auch visumsfrei einreisen und innerhalb 3 Monaten gem. 81 III AufenthG den Antrag in D stellen.
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Ronny1958
FDR-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 19.08.2005
Beitrge: 6981
Wohnort: "Kchenjunges" Lndle

BeitragVerfasst am: 29.07.08, 06:47    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,
franzi76 hat folgendes geschrieben::
Ronny hat wohl 38 AufenthG bersehen.


Nein denn wenn er als Deutscher wie im Ausgangsfall erwhnt bereits lngere Zeit in den USA lebt, kommt ein Anspruch nach 38 erstmal nicht zum Tragen.

Allenfalls eine Ermessensentscheidung nach 38 Abs. 2 AufenthG.


Zitat:

Wird der Antrag innerhalb von 6 Monaten nach Verlust der deutschen Staatsangehrigkeit gestellt, besteht sogar ein Anspruch auf einen Titel - Niederlassungserlaubnis oder Aufenthaltserlaubnis-, spter kann eine Aufenthaltserlaubnis erteilt werden.


Das stimmt so uneingeschrnkt nicht, sorry. Der 38 Abs.1 lautet vollstndig:

Zitat:
(1) Einem ehemaligen Deutschen ist


1. eine Niederlassungserlaubnis zu erteilen, wenn er bei Verlust der deutschen Staatsangehrigkeit seit fnf Jahren als Deutscher seinen gewhnlichen Aufenthalt im Bundesgebiet hatte,


2. eine Aufenthaltserlaubnis zu erteilen, wenn er bei Verlust der deutschen Staatsangehrigkeit seit mindestens einem Jahr seinen gewhnlichen Aufenthalt im Bundesgebiet hatte.

Der Antrag auf Erteilung eines Aufenthaltstitels nach Satz 1 ist innerhalb von sechs Monaten nach Kenntnis vom Verlust der deutschen Staatsangehrigkeit zu stellen. 81 Abs. 3 gilt entsprechend.


Das Fettgedruckte ist entscheidend. Das Wrtchen "seit" bezeichnet in diesem Fall einen ununterbrochenen Zeitraum des gewhnlichen Aufenthaltes im Bundesgebiet unmittelbar vor Verlust der deutschen StAng.

Zitat:
Als US-Brger kann man auch visumsfrei einreisen und innerhalb 3 Monaten gem. 81 III AufenthG den Antrag in D stellen.


Das stimmt Winken

Gre
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franzi76
Interessierter


Anmeldungsdatum: 05.05.2008
Beitrge: 7

BeitragVerfasst am: 29.07.08, 19:12    Titel: Antworten mit Zitat

Ich habe meinen Beitrag zugegebenermaen sehr allgemein gehalten und nicht auf den auch sehr unprzise formulierten Sachverhalt angewandt. Nichtsdestotrotz kann ich keinen Widerspruch zur Antwort von Ronny erkennen. Dass 38 Abs. 1 hier zum Tragen kommt, habe ich nicht vertreten. Meiner Meinung nach habe ich richtigerweise geschrieben, dass bei einer Antragstellung auerhalb der Bedingungen des 38 Abs. 1, eine Aufenthaltserlaubnis erteilt werden KANN. Das wre dann die Ermessensentscheidung und somit kann sehr wohl 38 zum Tragen kommen.

Ich wei nicht, ob dem Fragesteller geholfen ist, wenn bei den Antworten alle "wenn" und "aber" erwhnt werden. Hier drfte der kurze gehaltene Hinweis auf den zutreffenden mit kurzer Kernaussage ausreichend gewesen sein.

Schnen Gru,

franzi
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Ronny1958
FDR-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 19.08.2005
Beitrge: 6981
Wohnort: "Kchenjunges" Lndle

BeitragVerfasst am: 30.07.08, 06:09    Titel: Antworten mit Zitat

franzi76 hat folgendes geschrieben::

Ich wei nicht, ob dem Fragesteller geholfen ist, wenn bei den Antworten alle "wenn" und "aber" erwhnt werden. Hier drfte der kurze gehaltene Hinweis auf den zutreffenden mit kurzer Kernaussage ausreichend gewesen sein.


Hallo,

dem Themenstarter ist auf alle Flle dann nicht geholfen, wenn am Sachverhalt vorbei eine nicht haltbare Behauptung aufgestellt wird. Wir wollen doch mal die Fakten rekapitulieren Winken

Gefragt war im Thread 1:

Zitat:
sobald ich z.B. die amerikanische StaB beantrage und verliehen bekomme (weil ich z.B. seit Jahren dort lebe).


und als Hinweis kam von Ihnen:

Zitat:
Wird der Antrag innerhalb von 6 Monaten nach Verlust der deutschen Staatsangehrigkeit gestellt, besteht sogar ein Anspruch auf einen Titel - Niederlassungserlaubnis oder Aufenthaltserlaubnis-,


was nachweislich falsch ist, denn eine entscheidende Anspruchsvoraussetzung :

der gewhnliche Aufenthalt in Deutschland seit dem Verlust der deutschen Staatsangehrigkeit

liegt ja nicht vor und war auch in absehbarer Zeit nicht zu erreichen.

Was Sie dann betrieben haben nennt man Sachverhaltsdehnung. Einen Lebenssachverhalt solange ziehen bis er zufllig auf eine gefundene Rechtsgrundlage passt.

Und diese Aussage:

Zitat:
eine Aufenthaltserlaubnis erteilt werden KANN. Das wre dann die Ermessensentscheidung und somit kann sehr wohl 38 zum Tragen kommen.


ist nachweislich falsch, denn

38 Abs. 1 AufenthG erfasst nur die Flle, in denen die deutsche Staatsangehrigkeit whrend des gewhnlichen Aufenthaltes im Bundesgebiet kraft Gesetzes verloren gegangen ist und der gewhnliche Aufenthalt im Bundesgebiet beibehalten wurde.

Passt also gar ned auf den Ausgangssachverhalt . Denn dieser sah vor:
Zitat:

Nun mchte ich fr lngere Zeit zurck nach D (z.B. 1 Jahr).


Ob fr diesen Fall berhaupt eine Ermessensentscheidung nach Abs. 2 in Betracht kommt, werden wir hier nicht klren knnen.



Gre
Ronny Winken
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