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Garageneinfahrt unterhhlt

 
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ChristelVomAcker
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 04.08.2008
Beitrge: 99

BeitragVerfasst am: 09.12.08, 09:06    Titel: Garageneinfahrt unterhhlt Antworten mit Zitat

Werte Experten,

angenommen, Nachbar W hat vor 8 Jahren ein Baugrundstck erworben und dort ein Einfamilienhaus mit Garage errichtet. Die Garage samt Einfahrt befinden sich nur 8 cm von der Grundstcksgrenze.

Krzlich erwarb Nachbar M das Nachbargrundstck, welches an Garage und Einfahrt grenzt. Nach Fertigstellung des Rohbaues beginnt er, die Anschlsse fr Wasser/Abwasser, Gas und Strom zu suchen. Er grbt ein ca. 3 x 5 Meter groes und 3 Meter tiefes Loch an der Grundstckgrenze (welche er natrlich nicht absichert und dazu noch die Straenlaterne geschickt mit einem Bagger verstellt, so dass die Frau von Nachbar W beim abendlichen Aussteigen aus dem Auto fast in das Loch strzt).

Trotz des groen Loches findet er nur den Gasanschluss. So grbt er mutig weiter, indem er die Garageneinfahrt von Nachbar W ca. 50 cm tief unterhhlt. Dort stt er endlich auf Wasser und Abwasser. Den Nachbern informiert er nicht (er wird schon nichts merken, da er im Dunkeln zur Arbeit fhrt und heimkommt). Strom fehlt immer noch.

Nachbar W merkt es aber trotzdem (besser gesagt, seine Frau, als sie fas in das Loch strzt). Er ruft Nachbarn M an und fortert ihn auf, das Ausgangszustand innerhalt 24 Stunden wieder herzustellen. Nachbar M sieht zwar alles ein und entschuldigt sich. Andererseits rechtfertigt er sich aber, dass er dort graben musste, weil er ja sonst nicht an seine Anschlsse kme. Er vermutet sogar, dass der Stromanschluss noch weiter innen auf dem Grundstck von Nachbar W liegt.

Nun meine Fragen:

1. Darf Nachbar M ungefragt das fremde Grundstck unterhhlen?
2. Wer kommt fr die entstandenen Schden auf (Senken des Pflasters o..)?
3. Kann Nachbar M verlangen, dass Nachbar W seine Einfahrt soweit zurckbaut, dass er dort nach seinem Stromanschluss suchen kann?

Danke,
Christine Wiedemann
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cobold64
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 20.09.2006
Beitrge: 280

BeitragVerfasst am: 09.12.08, 09:57    Titel: Antworten mit Zitat

Die Leitungen des Nachbarn M haben auf dem Grundstck von W nichts zu suchen. Es sei denn, er hat ein grundbuchlich eingetragenes Leitungsrecht. Sollte dies existieren, kme es auf den genauen Wortlaut der Bewilligungsurkunde an (das ist der Vertrag, mit dem diese Grunddienstbarkeit notariell bestellt wurde, Angaben dazu stehen in der Grundbucheintragung). Trotzdem ist Nachbar M nicht berechtigt, ohne vorherige Information an W auf dessen Grundstck Grabungen vorzunehmen. Fr entstandene Schden muss M in jedem Fall aufkommen.
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ChristelVomAcker
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 04.08.2008
Beitrge: 99

BeitragVerfasst am: 09.12.08, 10:18    Titel: Antworten mit Zitat

Nein, ein grundbuchlich eingetragenes Leitungsrecht gibt es nicht.
Die Grundstcke wurden erst vor ca. 10 Jahren erschlossen, Nachbar W war einer der "Erstbesiedler". Es handelt sich wahrscheinlich nur um Schlamperei bei der Erschlieung.

Nachbar W hat Nachbar M geraten, sich an den Verkufer des Grundstckes zu wenden, denn dort hat er ja das Bauland inkl. der Leitungen erworben. Es scheint aber nicht so, als ob er das tun wird. Sein Problem.

Das Problem von Nachbar W ist nur, wie er sich verhalten soll, wenn M ihn bittet, ihn unter seiner EInfahrt nach dem Stromanschluss suchen zu lassen. Eine Nachfrage bei den Stadtwerken war nmlich schon erfolglos. Einerseits braucht Nachbar M ja seinen Stromanschluss, andererseits braucht Nachbar W seine Garage. Schwierig, schwierig ...

Christine Wiedemann
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pOtH
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 07.03.2006
Beitrge: 3729
Wohnort: Ober-Ramstadt | Das Tor zum Odenwald

BeitragVerfasst am: 09.12.08, 11:36    Titel: Antworten mit Zitat

ich bin bautechnisch nicht der hellste aber gehen die leitungen eig. nicht immer vom grundstck direkt zur strae - mir ist bisher nicht bekannt das "man sich beim nachbarn an die leitung" hngt, es sei denn man will die anschlugebhr "sparen".
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ktown
FDR-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 31.01.2005
Beitrge: 4210
Wohnort: Auf diesem Planeten

BeitragVerfasst am: 09.12.08, 11:49    Titel: Antworten mit Zitat

Grins...man mu ja von Glck reden, dass der Nachbar die Leitung schon nach 50cm gefunden hat. Man stelle sich mal vor wo er gelandet wre, wenn die Leitung von Nachbar W nicht dort gewesen wre.... Lachen

Also ich kann pOHH nur zustimmen. Normalerweise hat jedes Grundstck seine eigenen Anschle. Wobei (meitens in jetzigen Neubaugebieten) nur der Wasseranschlu und max. noch der Abwaseranschlu (wobei das unlogisch ist, da niemand wei wo das Haus und somit die Grundleitung liegen wird) bis zur Grundstcksgrenze gefhrt sind. Strom und Gas men im Straenraum selbst angeschlossen werden. Also bringt eine Suche beim Nachbarn nur dann was, wenn Gegebenheiten ein Anschlu nur ber das Nachbargrundstck mglich ist oder wenn der Nachbar M Gebhren sparen will.
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ChristelVomAcker
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Anmeldungsdatum: 04.08.2008
Beitrge: 99

BeitragVerfasst am: 09.12.08, 13:34    Titel: Antworten mit Zitat

Nein, es sist nicht so, dass sich Nachbar M an die Leitung von Nachbar W hngen will, um irgendetwas zu sparen. Jedes Grundstck hat seine eigenen Anschlsse. Nachbar W hat seine Anschlsse ca. 20 Meter entfernt in einer anderen Grundstcksecke, der Anschluss erfolgte vor 8 Jahren.

Also, Nachbar M hat durchaus seine eigenen Anschlsse, nur leider sind die "etwas verrckt", also rumlich gesprochen.

Die Frau von Nachbar W war brigens eben nochmals auf der Baustelle (bei Tageslicht, fr einige Fotos) und musste sich zu allem rger auch noch auf's belste von den Bauleuten beschimpfen lassen. SIe hat ernsthaft berlegt, die Polizei zu holen. Na dann, auf gute Nachbarschaft!
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ktown
FDR-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 31.01.2005
Beitrge: 4210
Wohnort: Auf diesem Planeten

BeitragVerfasst am: 09.12.08, 13:50    Titel: Antworten mit Zitat

Boah...da scheint zwischen dem Einmessen der Grundstcksparzellen und der Verlegung der Hausanschlues fr das Frischwasser mchtig was schiefgealufen zu sein. blicherweise liegt dieser Anschlu mglichst in der Mitte der Straenfront.

Wenn ich sie also richtig verstehe sind alle Anschle vorab von der Gemeinde und den rtlichen Versorgern im ffentlichen Straenraum bis zur Grundstckgrenze verlegt worden?
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ChristelVomAcker
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Anmeldungsdatum: 04.08.2008
Beitrge: 99

BeitragVerfasst am: 09.12.08, 14:11    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Boah...da scheint zwischen dem Einmessen der Grundstcksparzellen und der Verlegung der Hausanschlues fr das Frischwasser mchtig was schiefgealufen zu sein.


Und das, obwohl die entsprechenden Vermessungspunkte vor 8 Jahren schon vorhanden waren. Also etwa zur gleichen Zeit wie die Erschlieung.

Zitat:
Wenn ich sie also richtig verstehe sind alle Anschle vorab von der Gemeinde und den rtlichen Versorgern im ffentlichen Straenraum bis zur Grundstckgrenze verlegt worden?


Bis zur Grundstcksgrenze bzw. noch ca. 1 Meter hinein. Und den Rest des Anschlusses bis ins Haus machen dann kostenpflichtig die Stadtwerke.
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wido
FDR-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 21.11.2006
Beitrge: 178
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 09.12.08, 22:30    Titel: Antworten mit Zitat

Auch ein Boah ...von mir :
ChristelVomAcker hat folgendes geschrieben::

Nachbar W hat Nachbar M geraten, sich an den Verkufer des Grundstckes zu wenden, denn dort hat er ja das Bauland inkl. der Leitungen erworben. Es scheint aber nicht so, als ob er das tun wird. Sein Problem...
Christine Wiedemann

Ich gehe davon aus, da der Verkufer von den Grundstcken auch von "nix" (mehr) wei. Um solche "Peanuts" hat er sich einfach nicht gekmmert .
ChristelVomAcker hat folgendes geschrieben::

..... Eine Nachfrage bei den Stadtwerken war nmlich schon erfolglos. ....
Christine Wiedemann

Das ist aber ein Hammer !
Die Strom-/ Wasserversorger/Abwasserversorger (auch die fr Gas und Telefon) sollten aber genau wissen, wo die Leitungen verlegt sind, besonders dann, wenn wie hier, die Leitungen von ihnen oder ihren Beauftragten noch bis auf das Grundstck verlegt wurden .
An meinem Wohnort ( Erschlieung schon ca. 1974 !) liegen die Leitungen parallel zum Straenverlauf im Brgersteig und fr Abwasser im Bereich der Strasse, wie schon oben von ktown erlutert . Alles mit genauen Koordinaten . Und der Bauherr mu dann bei einer Firma alle Anschlsse von dort bis zur gewnschten Stelle im Haus in Auftrag geben . Das scheint mir doch mit " alles in einer Hand" die vernnftigste Lsung zu sein .
Da da ein Bauherr wie ein Maulwurf diese Leitungen auf seinem Grundstck suchen mu und dann wohl zwangslufig in den unterirdischen Bereich des Nachbargrundstckes gert, ist doch sehr verwunderlich .
Sorry ChristelVomAcker, aber meine Ausfhrungen werden Ihnen leider kaum weiterhelfen . Traurig
Ich frchte auch, da hilft nur ein in solcher Materie gewiefter RA . Ausrufezeichen
Allerdings sollte ein zuknftig immer noch normales Verhltnis zum Nachbarn im Auge behalten werden . Mit den Augen rollen
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norti
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 22.03.2007
Beitrge: 71

BeitragVerfasst am: 10.12.08, 07:08    Titel: Antworten mit Zitat

Ich frage mich nur was das generell soll ...

Zitat:

Da da ein Bauherr wie ein Maulwurf diese Leitungen auf seinem Grundstck suchen mu und dann wohl zwangslufig in den unterirdischen Bereich des Nachbargrundstckes gert, ist doch sehr verwunderlich .


Dem Bauherrn bringt das Wissen wo die Leitungen sind letztlich eh nix - weil zumindest Strom und Gas kann er ohnehin nicht selber anschlieen und muss sich letztlich eh an den Energieversorger wenden. D.h. der Bauherr wre besser beraten einfach zu seinem Energieversorger zu sagen "mach mal" und der kmmert sich dann um den Rest ... dann hat den "rger" der Energieversorger und nicht der Bauherr - wre fr das Klima der Nachbarn vermutlich besser.

norti
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ktown
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 31.01.2005
Beitrge: 4210
Wohnort: Auf diesem Planeten

BeitragVerfasst am: 10.12.08, 08:11    Titel: Antworten mit Zitat

Wasser und Abwasser schliet das aber nicht mit ein. Winken
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wido
FDR-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 21.11.2006
Beitrge: 178
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 10.12.08, 10:27    Titel: Antworten mit Zitat

norti hat folgendes geschrieben::
Ich frage mich nur was das generell soll ...

Zitat:

Da da ein Bauherr wie ein Maulwurf diese Leitungen auf seinem Grundstck suchen mu und dann wohl zwangslufig in den unterirdischen Bereich des Nachbargrundstckes gert, ist doch sehr verwunderlich .


Dem Bauherrn bringt das Wissen wo die Leitungen sind letztlich eh nix - weil zumindest Strom und Gas kann er ohnehin nicht selber anschlieen und muss sich letztlich eh an den Energieversorger wenden. D.h. der Bauherr wre besser beraten einfach zu seinem Energieversorger zu sagen "mach mal" und der kmmert sich dann um den Rest ... dann hat den "rger" der Energieversorger und nicht der Bauherr - wre fr das Klima der Nachbarn vermutlich besser.
norti

Stimmt Ausrufezeichen , das habe ich auch so gemeint ! Vielleicht ich habe mich aber unglcklich ausgedrckt ( oder norti hat nicht richtig gelesen?).
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Landwirt
Interessierter


Anmeldungsdatum: 18.09.2005
Beitrge: 16
Wohnort: Ba-W

BeitragVerfasst am: 14.12.08, 11:11    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo

das sehe ich auch so allerdings gehen immer mehr Stadtwerke und auch kleinere Gemeinden dazu ber, dass auch das Frischwasser nicht vom Rohbauer oder Installateur angeschlossen werden darf. Dies machen dann auch die Stadtwerke.

LG
Landwirt
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