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Konzession

 
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Samsa
Interessierter


Anmeldungsdatum: 03.07.2008
Beitrge: 17

BeitragVerfasst am: 02.12.08, 14:46    Titel: Konzession Antworten mit Zitat

Hallo,

also A und B haben die Mglichkeit von einem befreundetem Ehepaar eine gutgehende Kneipe zu bernehmen. Das Paar hrt aus gesundheitlichen Grnden auf, nicht aus finanziellen.
A hat zur zeit aus einem Nichterfllten Handyvertrag Restschulden von 170 , welche mit kleinen raten bis zum 1.4.09 komplett beglichen sind. B zahlt zur Zeit ebenfalls bis 1.4.09 seinen Dispokredit ber ein Inkassobro zurck und die Forderung betrgt noch ca. 200 (beides musste leider mit Kleinstmglichen Raten getilgt werden). Dieses wird sicherlich in der Schufa stehen. A und B haben aber immer regelmig gezahlt und sich dabei keine Unstimmigkeiten aufkommen lassen. Den Vermeitern der Gastwirtschaft ist dieses bewusst und sie sehen das nicht als Problem an.

Nun zur eigentlichen Frage: um eine Konzession zu beantragen, werden ja einige Unterlagen bentigt. U.a. muss man ja auch den Pachtvertrag vorlegen. Was aber, wenn auf Grund der oben genannten Zahlungen/Eintragungen die Ausgabe der Konzession abgelehnt wird? Der Pachtvertrag ist ja dann bereits unterschrieben?
Knnte das zustndige Amt die Konzession aus diesem Grund verweigern? Und was ist eine "finanzielle Leistungsunfhigkeit"?
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d-harry
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 09.04.2007
Beitrge: 191

BeitragVerfasst am: 03.12.08, 10:41    Titel: Antworten mit Zitat

1. Schufa Auskunft einholen
2. Nochmal gaanz lang berlegen.

Wenn Sie jetzt nicht in der Lage sind 400 auerordentliche Belastung aus dem rmel zu schtteln, sollten sie dieses Risiko nicht eingehen.

Die ersten die auf der Matte stehen werden sind die Finanzbehrden, und die wollen Vorschuss! Abgesehen davon, das sie etliche Unterlagen beibringen mssen, die auch ein nicht unerhebliches Geld Kosten. Die Lieferanten wollen auch sofort bezahlt werden, und so eine Bierrechnung kann schnell in die tausende Euro gehen! Nach zwei drei Lieferungen knnen Sie dann auf Rechnung zahlen!

Abgesehen davon sind die Gewinnmargen in der Gastronomie winzig. Diejenigen die daran verdienen wollen sind einfach viel zu viele und 2 fr das Bier zahlt auch niemand gerne. Eine gut gehende Kneipe lsst also nicht auf einen guten Gewinn schlieen.

Wer garantiert Ihnen, das der Umsatz so bleibt. Wenn sie sich mit dem falschen Gast anlegen sind sie sehr schnell ihr einziger Kunde!

Just for Fun ist das eine schne Sache, fr den tglichen berlebenskampf nicht.

Sorry fr die harten Worte, aber ich habe es genau so bereits mehrfach mitbekommen. Die Schicksale sind genauso traurig, wie das verschwinden der Kneipen.

Ich persnlich stelle auch hufig fest, das die Kneipen von den Vorbesitzern und Vermietern, manchmal in Personalunion, regelrecht ausgeblutet werden. Da werden Umstze aus den 60er Jahren angenommen und die Pacht entsprechend erhht. Aufgeben kann der Pchter aber nicht, weil er den Rckbau nicht finanzieren kann/ langfristige Vertrge laufen/ sich keine Perspektiven bieten.

Ich will meine Eckkneipe wieder zurck Traurig
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karli
FDR-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 19.05.2006
Beitrge: 2440
Wohnort: Ronneburg

BeitragVerfasst am: 03.12.08, 10:52    Titel: Antworten mit Zitat

Da kann ich d-harry nur zustimmen!
Ohne Gastronomische und Betriebswirtschaftliche Grundkenntnisse oder ganz viel Glck, drfte ein solches Vorhaben meiner Ansicht nach zum scheitern verurteilt sein.
Die Einstellung, wer nichts wird, wird Wirt ist, schon lange nicht mehr realistisch!
_________________
Wir machen das mit den Fhnchen!
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Samsa
Interessierter


Anmeldungsdatum: 03.07.2008
Beitrge: 17

BeitragVerfasst am: 03.12.08, 10:58    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

ber das Finazielle ist man sich schon bewusst. Dass es am Anfang nicht einfach wird, ist klar. Ein gewisses Startkapital wrde zur Verfgung gstellt. Und ausserdem hat A noch einen Teilzeitjob, der auch weiterhin bestehen bleibt. Ein Steuerberater wird ebenfalls hinzugezogen.
Die Hauptfragen waren nur:

Was passiert, wenn der Pachtvertrag bereits unterschrieben ist, aber zu einem spteren Zeitpunkt die Konzession aus irgendeinem Grund verweigert wird?

Und was ist der Ausschluss der finanziellen Leistungsunfhigkeit? Bedeutet das, dass man nachweisen muss, dass man gengend Startkapital hat, um das Ganze finanziell aufzuziehen?

Die Schufaauskunft ist auf dem Postweg per Post Ident Verfahren bereits beantragt jedoch noch nicht eingetroffen.
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d-harry
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 09.04.2007
Beitrge: 191

BeitragVerfasst am: 03.12.08, 13:06    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

Ich mchte euch ausdrcklich dazu raten vorher, bevor irgendwas unterschrieben wurde Beratung zu holen. Ich bin mit meinem ersten Unternehmen aus Blauugigkeit mit Pauken und Trompeten untergegangen und habe mich durch Zufall innerhalb 15 Jahren wieder berappelt. Jetzt bin ich seit 8 Monaten wieder selbststndig und habe jede Mglichkeit der Beratung ausgeschpft, und den Rat angenommen!

Ich hoffe auf Milde bei den Admins Winken Diesen Verein kann ich guten Gewissens Empfehlen.
Mir hat sehr die Wirtschaftsberatung der Stadt geholfen. Alleine die Zuschsse, die ich sonst nicht gekannt htte, waren schon der eine oder andere Tausender. Mein Businessplan habe ich zusammen mit "Alt hilft Jung" ausgearbeitet und erstellt (Kostet 100 + Fahrtkosten). Hier wurde mein Geschftsmodell umgearbeitet, so das es tragfhig wurde, und ich nochmal 20 000 Zuschsse abgreifen konnte. Ohne diese Zuschsse whre meine Einlage durch ein schlecht gelaufenes Geschft (Totalverlust) bereits weg.

Und der Spruch "Wir wissen das es zu Anfang nicht einfach wird" lsst bei mir die Alarmglocken schrillen. Es muss einfach sein, und wenn etwas schief geht, dann wird es nicht einfach. Ihr brauch jeden Tag euer Essen, denn der Job hinter der Theke ist eine Schwerstarbeit. Ihr braucht euren Urlaub, Ihr braucht ein Auto, Ihr braucht ein Abendessen zu zweit. Wenn das nicht mehr Mglich ist werdet ihr sehr schnell an dieser harten Arbeit zerbrechen.

Wollt ihr nicht alles selber machen braucht ihr gutes Personal! Das kostet einfach Geld.

Oder ihr wollt doch alles selber machen, dann sieht euer Tag bald so aus:

06:00 Uhr Aufstehen
08:00 Uhr Saubermachen/ Aufrumen Lieferanten empfangen
12:00 Uhr Mittagessen
13:00 Uhr Einkaufen (Gromarkt, usw.)
15:00 Uhr Kochen, vorbereiten der Frikadellen
17:00 Uhr Kaffeemaschine in Betrieb nehmen, Zapfanlage zusammen bauen
18:00 Uhr erster Gast
01:00 Uhr letzter Gast
06:00 Uhr Aufstehen
...

Das hlt niemand so ohne weiteres durch.

Nebenbei bemerkt sollten sie sich mit dem Gesundheitsamt kurzschlieen. Vielleicht stehen bei einem Pachtwechsel notwendige Modernisierungen an. Auch sollten Sie sich nach dem Ruf der Gaststtte bei denen erkundigen. Die bieten auch den "Dnerschein" an, den ihr auch bentigt. Den solltet ihr auch unbedingt im Vorfeld machen.
Bei Modernisierungen sollte auch bedacht werden, das Sthle und Bnke auch nicht ewig halten. So eine Einrichtung kommt schnell an 20 000 in der Sparversion!
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karli
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 19.05.2006
Beitrge: 2440
Wohnort: Ronneburg

BeitragVerfasst am: 03.12.08, 14:15    Titel: Antworten mit Zitat

d-harry hat folgendes geschrieben::
Nebenbei bemerkt sollten sie sich mit dem Gesundheitsamt kurzschlieen.
Hierfr ist nicht das Gesundheitsamt zustndig, sondern die jeweils zustndige Lebensmittelberwachungsbehrde . Meist ist es das Veterenramt.
Genaue Auskunft kann das Ordnungsamt geben.
Normalerweise informiert das Ordnungsamt die Lebensmittelberwachung sowieso, falls eine Konzession fr einen Lebensmittelbetrieb beantragt wird.
_________________
Wir machen das mit den Fhnchen!
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ganascia528
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 31.05.2005
Beitrge: 321

BeitragVerfasst am: 15.12.08, 09:46    Titel: Antworten mit Zitat

Wir haben im November ein Restaurant erffnet. Mit dem Veterinrsamt haben wir VORHER einen Besichtigungstermin gehabt, die haben gesagt, was alles gendert werden mu. Schufa wurde bei mir nicht verlangt, sondern nur ein spezielles Fhrungszeugnis.
Den Pachtvertrag unterschreibt man mit dem Zusatz, das er nur gilt, wenn ALLE behrdlichen Genehmigungen vorliegen, bzw. erteilt sind.

Tagesablauf ist hammerhart, da ich auch noch Vollzeit in meinem alten Job weiterarbeite. Im Moment habe ich (ohne Fahrwege) einen 15 Std Tag. Erst Job, dann EK, dann Restaurant. Man mu sich darber im Klaren sein, das alles (vor allem am Anfang) sehr sehr zeitaufwndig ist (Buchhaltung, Kassenbuch usw).

Falls ihr euch dafr entscheidet: Viel Glck.

Gre
Claudia
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