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recht.de :: Thema anzeigen - Frage zum Schadensersatz i.V.m. Sachmangel
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Frage zum Schadensersatz i.V.m. Sachmangel

 
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cagr
Interessierter


Anmeldungsdatum: 28.11.2008
Beitrge: 19

BeitragVerfasst am: 12.12.08, 22:15    Titel: Frage zum Schadensersatz i.V.m. Sachmangel Antworten mit Zitat

Hallo zusammen,

ich habe eine kurze Frage zum Schadensersart nach 280 I im Zusammenhang mit einem Sachmangel:

Mir ist klar, dass 281 I i.V.m. 280 dem Kufer nach einer erfolglosen Fristsetzung zur Nacherfllung das Recht fr Schadensersatz statt der Leistung neben den anderen Ansprchen (z.B. Rcktritt) einrumt.

Was ich mich nun frage ist, ob der Kufer bei einem Sachmangel nur nach 280 I Schadenersatz neben der Leistung verlagen kann?

Bsp.: Bei einem Kauf ist eine Sache mangelhaft, der Kufer fordert den Verkufer zur Nacherfllung auf. Der Verkufer kommt dem nach und bergibt dem Kufer z.B. bei einer Gattungsschuld eine neue Sache. Kann der Kufer nun trotzdem noch nach 280 I Schadensersatz neben der Leistung verlangen?

Vielen Dank
cagr
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Brauerbauer
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 03.07.2005
Beitrge: 240

BeitragVerfasst am: 13.12.08, 00:35    Titel: Antworten mit Zitat

Ja, das ist besonders relevant fr sog. Mangelfolgeschden.
Ich kaufe einen Neuwagen mit kaputten Bremsen und baue damit einen Unfall. Nun kann ich die Lieferung einer mangelfreien Sache verlangen und ber 280 I den Schaden ersetzt verlangen, der mir dadurch entstand, dass ich den Unfallgegner entschdigen musste.
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spraadhans
FDR-Moderator


Anmeldungsdatum: 26.11.2005
Beitrge: 7758
Wohnort: SMS Bayern

BeitragVerfasst am: 13.12.08, 08:10    Titel: Antworten mit Zitat

Mit dem Zuatz, dass der V den Sachmangel aber zu vertreten haben muss, was in aller Regel wohl nicht der Fall sein drfte.

Auerdem bitte beim Rcktritt niemals von einem Anspruch sprechen, er ist ein Gestaltungsrecht und manche Korrektoren legen sehr viel Wert auf solche Kleinigkeiten.
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It's not about left or right, it's about right and wrong.
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ThoT
FDR-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 25.01.2006
Beitrge: 848

BeitragVerfasst am: 15.12.08, 21:05    Titel: Antworten mit Zitat

spraadhans hat folgendes geschrieben::

Auerdem bitte beim Rcktritt niemals von einem Anspruch sprechen, er ist ein Gestaltungsrecht und manche Korrektoren legen sehr viel Wert auf solche Kleinigkeiten.


M.E. ist das keine Kleinigkeit, sondern schlicht falsch, wenn man von einem Anspruch auf Rcktritt spricht. Nicht umsonst ist gerade der Rcktritt von der Verjhrungsvorschrift des 438 nicht erfasst.
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cagr
Interessierter


Anmeldungsdatum: 28.11.2008
Beitrge: 19

BeitragVerfasst am: 15.12.08, 21:11    Titel: Antworten mit Zitat

Wenn zu prfen ist, ob der Glubiger vom Vertrag zurcktreten kann, wegen z.B. nicht vetragsgem erbrachter Leistung, ist dann eigentlich 323 I oder 346 meine "Anspruchsgrundlage" (auch wenn es kein Anspruch ist, nennen wir es so...)?
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spraadhans
FDR-Moderator


Anmeldungsdatum: 26.11.2005
Beitrge: 7758
Wohnort: SMS Bayern

BeitragVerfasst am: 15.12.08, 21:52    Titel: Antworten mit Zitat

Rechtsgrundlage fr den Rcktritt ist immer 323, bei einem Sachmangel mit 437 vorangestellt.

346 ist, wie die berschrift schon beschreibt, nur die Regelung der rechtsfolgen des Rcktrittes und Anspruchsgrundlage fr die Verpflichtungen aus dem Rckgewhrschuldverhltnis.
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cagr
Interessierter


Anmeldungsdatum: 28.11.2008
Beitrge: 19

BeitragVerfasst am: 16.12.08, 21:16    Titel: Antworten mit Zitat

Ok, verstehe. Dann wre es in meinem Fall 346, da wir in unserem Gutachten immer die Rechtsfolge, die der "Kufer" fordert, beim Obersatz verwenden wollen.

Anschlieend ist die Prfung fr den 323 i.V.m. $ 437 zu vollziehen.
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