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recht.de :: Thema anzeigen - illegaler Aufenthalt aus Versehen! Wiedereinreise mglich?
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illegaler Aufenthalt aus Versehen! Wiedereinreise mglich?

 
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kata
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Anmeldungsdatum: 30.12.2008
Beitrge: 3

BeitragVerfasst am: 30.12.08, 13:22    Titel: illegaler Aufenthalt aus Versehen! Wiedereinreise mglich? Antworten mit Zitat

Guten Tag! Ich melde mich aus Israel. Meine Freundin besitzt ein Boot, das sie in Italien geankert hat. Nun hat sie aus Versehen (eigene Nachlssigkeit, leider!), die 3 monatige Aufenthaltsgenehmigung um 8 Tage berzogen (zs mit ihrer zweijhrigen Tochter und einer Freundin). Am Flughafen Kln wrden die drei festgehalten (sie wollten "ganz normal" ausreisen, hatten also eigene Flugtickets mit denen sie, nachdem sie die Abschiebungspapiere unterschrieben haben auch ausgereist sind). Ihnen wurde wohl ein Pflichtverteidiger beigestellt, der auf die blichen Strafzahlungen eine Bearbeitungsgebhr verlangt hat. Das, so hatte der wirklich freundliche Flughafenpolizist erklrt, sei aber nicht Usus. Daher hat meine Freundin, die nur englisch spricht, den Anwalt daraufhin angesprochen, woraufhin dieser unfreundlich und unkooperativ wurde. (immer wenn wir anrufen, ist er nicht zu sprechen.) Nun endlich die Frage: knnen wir den Anwalt wechseln? Oder den Prozess selbstndig abwickeln? Auf den Formularen die meine Freundin am Flughafen erhalten hat, lt sich keine Kontonummer entdecken. Naturgem wird meine Freundin unruhig. Wenn sie die nchsten 180 Tage (so hat sie das verstanden) nicht in die EU einreisen darf, ist das nicht sooo problematisch. Aber sie muss sich ja doch bald um ihr Boot in Italien kmmern, und mchte sich auch nicht den Weg nach Europa verbauen, nur weil sie Fehler macht. Sprich, wir wollen es nicht schlimmer, sondern besser machen. Hat hier jemand eine Idee, wo wir uns nher ber die Rechtslage informieren knnen? fragt mit freundlichen Grssen - kata
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Ronny1958
FDR-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 19.08.2005
Beitrge: 6981
Wohnort: "Kchenjunges" Lndle

BeitragVerfasst am: 30.12.08, 13:31    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

welche Staatsangehrigkeit hat denn die Freundin?

Was hat das Boot in Italien zunchst mit dem Aufenthalt in Kln zu tun?

Ich glaube eher nicht, dass es bereits zu einer Abschiebung gekommen ist....

Den Anwalt kann sie natrlich wechseln.

Gre
Ronny Winken
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kata
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Anmeldungsdatum: 30.12.2008
Beitrge: 3

BeitragVerfasst am: 30.12.08, 13:49    Titel: Antworten mit Zitat

Lieber Ronny! Danke fr die schnelle Reaktion!
Alle Beteiligten haben die israelische Staatsangehrigkeit, sprich 3 Monate htten sie eigentlich bleiben knnen. Es gibt tatschlich Leute, denen nicht klar ist, dass sie eine Straftat begehen, wenn sie diesen Zeitraum berschreiten. Das ist bei meiner Freundin der Fall. Natrlich rgert sie sich jetzt schwarz... Weil ich Deutsch kann mchte ich ihr helfen, aber wenn der Anwalt telefonisch fr uns nicht zu sprechen ist, was kann ich da machen? Er hat ja den Vorgang in seiner Hand. Wie kann ich das "umleiten"?
Das Boot hat , das ist richtig, nichts mit dem Vorgang zu tun. Das ist nur der Grund, warum meine Freundin baldmglichst zurck nach Europa muss. Sie ist ber Kln gereist, weil sie Freunden einen Besuch abgestattet hat. Sprich: Kln war nur ein Abstecher. Vorher ist sie ja auch nur rumgereist. Arbeiten oder dergleichen, das macht sie zum Glck nun wirklich nicht in Europa.

Es ist ja schon mal eine Erleichterung zu verstehen, dass es sich womglich nicht um ein Abschiebeverfahren handelt.

Also Hauptsache ist, wir wickeln das mglichst schnell, ohne Komplikation und vor allem unerquickliche Konsequenzen ab. Gibt es dazu rechtliche Grundlagen, an die wir uns halten knnen? Tausend Dank schon mal im Vorhinein!!!
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Ronny1958
FDR-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 19.08.2005
Beitrge: 6981
Wohnort: "Kchenjunges" Lndle

BeitragVerfasst am: 30.12.08, 14:16    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

die israelischen Staatsangehrigen drfen in der Tat visumfrei (zu Besuchszwecken) fr drei Monate nach Schengenland einreisen.

Falls sie sich wegen eines Erstverstoes Gedanken macht, denke ich sind die unbegrndet, da deswegen noch keine Abschiebung/ resp. Ausweisung droht.

Vermutlich hat sie den "Pflichtverteidiger" dazu bevollmchtigt, sie im hier drohenden Bugeldverfahren zu vertreten. dass dieser dann einen Kostenvorschu verlangt, ist nicht ungewhnlich und auch nicht rechtswidrig. Das sollte man mittels der vorliegenden Papiere erst mal in Ruhe prfen, das ginge weil es eine Einzelberatung wrde hier eher nicht.

Kurzen Brief an den Anwalt mit der Bitte um Sachstandsmitteilung, ansonsten sollte sich die zustndige Behrde aus den vorliegenden Unterlagen herauslesen lassen.

Gre
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kata
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Anmeldungsdatum: 30.12.2008
Beitrge: 3

BeitragVerfasst am: 30.12.08, 14:23    Titel: Antworten mit Zitat

Aha! Groartig! Wirklich ganz herzlichen Dank! Das werden wir gleich in Angriff nehmen! Alle sind hier sehr erleichtert!

Letzte Frage: gelten emails wie brieflicher Verkehr?

Liebe Gre, kata
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Ronny1958
FDR-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 19.08.2005
Beitrge: 6981
Wohnort: "Kchenjunges" Lndle

BeitragVerfasst am: 30.12.08, 14:48    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

Zitat:
Letzte Frage: gelten emails wie brieflicher Verkehr?


eigentlich nein, weil sie nicht der in Deutschland notwendigen Schriftform entsprechen (Schriftform bedrfte einer qualifizierten elektronischen Signatur) .

Wenn man etwas schriftlich erklren will, bspw. Kndigung oder hnliche Erklrungen bei denen Schriftform vorgeschrieben ist, gengen sie keinesfalls.

Siehe auch hier:

http://www.recht.de/phpbb/viewtopic.php?t=165775

Gre
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