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Betreute macht Schulden?!

 
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Piratte
FDR-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 02.01.2006
Beitrge: 124
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 01.01.09, 20:11    Titel: Betreute macht Schulden?! Antworten mit Zitat

Hallo,
ich habe in einem anderen Forum gerade Kontakt mit einer Frau,
die unter u.a. finanzieller Betreuung steht, einen
Einwilligungsvorbehalt gibt es wohl aber nicht.

Sie hat ihren ganzen finanziellen Kram selbst gemacht und
inzwischen Vertrge abgeschlossen (Handy & Co) und bei
Versandhusern bestellt, was sie jetzt nicht mehr zahlen kann. Da
mischt wohl auch schon eine Inkasso-Firma mit und die Betreute
zahlt allein mit ca. 40% ihres Einkommens (Grundsicherung) die
Schulden ab.

Nun ist die Frage bezglich dem o.g. Fall, ob die Betreuerin da
nicht mchtig rger kriegen knnte?! Wenn das so aus dem Ruder
luft und Schulden entstehen?!

Die Betreute hat der Betreuerin die Lage jetzt per Mail mitgeteilt.
Ich habe keine Ahnung, wie lange das schon so luft. Aber meiner
Meinung nach hat die Betreuerin hier ganz schn geschlafen,
oder?!

Kann man ihr da rechtlich ans Bein p*nkeln?
_________________
Nur das Genie beherrscht das Chaos!
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Herzog, Jrg
FDR-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 30.09.2008
Beitrge: 1108
Wohnort: Kln

BeitragVerfasst am: 02.01.09, 00:03    Titel: Problemlsung statt Pinkeln Antworten mit Zitat

Wre es nicht sinnvoller, gemeinsam mit der Betreuerin eine Lsung fr das Problem zu suchen, anstatt der Betreuerin "ans Bein zu pinkeln"? Was hat die Betreute davon, wenn ihre Betreuerin rger bekommt? Festigt das die Beziehung und die Intensitt/Qualitt der Betreuung?
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Franz Knigs
FDR-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 07.10.2007
Beitrge: 4915
Wohnort: Bad Honnef

BeitragVerfasst am: 02.01.09, 18:23    Titel: Antworten mit Zitat

Auch wenn die Sorge fr das Vermgen der Betreuten zum Aufgabenkreis der Betreuerin gehren sollte, hat die Betreuerin - auer wenn die Betreute geschftsunfhig ist - keine rechtlich wirksame Handhabe, um zu verhindern, dass die Betreute Bestellungen vornimmt und Vertrge abschliet und dadurch Schulden macht, wenn das Vormundschaftsgericht keinen Einwilligungsvorbehalt ( 1903 Abs. 1 BGB) angeordnet hat. Die Betreuerin kann nur versuchen, auf die Betreute einzuwirken, um sie davon abzuhalten, unntig Schulden zu machen. In einem solchen Fall kann der Betreuerin kein Vorwurf gemacht werden, wenn die Betreute trotzdem Schulden macht.

Die Betreuerin kann die Anordnung eines Einwilligungsvorbehalts durch das Vormundschaftsgericht anregen, wenn eine solche Anordnung erforderlich ist, um eine erhebliche Gefahr fr das Vermgen der Betreuten abzuwenden.
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Piratte
FDR-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 02.01.2006
Beitrge: 124
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 02.01.09, 19:32    Titel: Antworten mit Zitat

Danke, diese Antwort beantwortet meine Frage.

Es geht mir nicht darum, ob man jemandem unbedingt rger machen muss, die Frage war
lediglich, ob die Betreuerin rger kriegen kann.

-
Was passiert, wenn ein Betreuer der Bank nichts von der Betreuung sagt wenn ein
Einwilligungsvorbehalt besteht und der Betreute weiter voll bers Konto verfgt (Geld wird
fr Lebenshaltung verwendet und briges wird gespart, es entstehen keine Schulden, der
Betreute macht nur den Kram selbst)
_________________
Nur das Genie beherrscht das Chaos!
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Franz Knigs
FDR-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 07.10.2007
Beitrge: 4915
Wohnort: Bad Honnef

BeitragVerfasst am: 02.01.09, 22:18    Titel: Antworten mit Zitat

Meiner Meinung nach kann der Betreuer dem Betreuten die Verfgung ber ein Konto, bei dem eine berziehung nicht mglich ist, berlassen, solange der Betreute verantwortlich damit umgeht, ohne die Bank von der Betreuung und einem Einwilligungsvorbehalt zu unterrichten.
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