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Rechtskunde in NRW

 
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heini12
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Anmeldungsdatum: 11.07.2008
Beitrge: 802

BeitragVerfasst am: 16.01.09, 12:48    Titel: Rechtskunde in NRW Antworten mit Zitat

Hallo,

durch das Thema :
http://www.recht.de/phpbb/viewtopic.php?t=165703

kommen ich auf folgende Frage:
Rechtskundlicher Unterricht der allgemeinbildenden Schulen
(BASS 14-11 Nr.1)
http://www.datenbanken.justiz.nrw.de/pls/jmi/jvv_proc_bestand?v_bes_id=835

Sollten nicht alle allgemeinbildenden Schulen in NRW diese AG anbieten?

Mit freundlichen Gren

Heini
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Anton Reiser
FDR-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 15.11.2006
Beitrge: 359
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 17.01.09, 01:42    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Heini,

heini12 schrieb:
Zitat:
Sollten nicht alle allgemeinbildenden Schulen in NRW diese AG anbieten?


Man muss unterscheiden zwischen dem Rechtskundeunterricht nach der Stundentafel (s.Foren-Link) sowie den entsprechenden AGs (s. 2. Link).

Nach der Neufassung des Erlasses
http://www.datenbanken.justiz.nrw.de/pls/jmi/jvv_proc_bestand?v_bes_id=1529

scheint mir der Rechtskundeunterricht z.B. in der gymnasialen Oberstufe, aber mglicherweise auch in den Berufskollegs, ein Auslaufmodell zu sein und knfig ausschlielich im Rahmen von AGs fr die Jahrgangsstufen 9 und 10 angeboten zu werden. Der Einsatz von Nichtlehrern fr dieses Fach ist nmlich zuknftig offenbar nicht mehr mglich, weil folgende Bestimmung aus dem alten Erlass fehlt:

Zitat:
Die Bestimmungen unter Nr. 4 dieses Runderlasses gelten sinngem fr die Erteilung von Unterricht im Fach Rechtskunde in der gymnasialen Oberstufe.


Wer das zweite juristische Staatsexamen abgelegt hat, kann demnach ausschlielich entsprechende AGs unterrichten, nicht aber in der Oberstufe.

Das ist aber m.E. nicht der Hauptgrund, weitere Beschrnkungen ergeben sich dadurch, dass man das Fach seit dem Wintersemester 2002/2003 mangels ausreichender Nachfrage an keiner Universitt in NRW mehr auf Lehramt studieren kann, so dass auch entsprechende Lehrkrfte fehlen:

Zitat:
Die Lehrbefhigung "Rechtswissenschaft" besaen im Schuljahr 2003/04 43 Lehrkrfte an allgemein bildenden Schulen und 473 Lehrkrfte an berufsbildenden Schulen.


Nachlesen kann man das hier:
http://home.landtag.nrw.de/mdl/ralf.witzel/j49.htm

Der Link enthlt zu dem Thema weitere interessante Informationen, u.a. die, dass auch der Bedarf an den Schulen nicht besonders gro zu sein scheint:

Zitat:
Im Schuljahr 2003/04 haben 8 Hauptschulen, 19 Realschulen, 23 Gymnasien, 9 Gesamtschulen sowie 1 Weiterbildungskolleg das Unterrichtsfach Rechtskunde angeboten. In den allgemeinbildenden Schulen sind insgesamt 111 Lerngruppen gebildet worden, die 237 Stunden Unterricht erhielten. Die Gesamtzahl der Schlerinnen und Schler betrug 2.116.
Fachklassen, in denen berufsbezogener Rechtsunterricht erteilt wird, bestehen an ca. 35 Berufskollegs.

Die Einrichtung entsprechender AGs an den Schulen halte ich fr sehr sinnvoll. Vielleicht sollten Sie die Initiative an Ihrer Schule ergreifen und eine entsprechende Anregung fr die Schulkonferenz formulieren. Wenn sich hierfr Lehrkrfte, Volljuristen und natrlich gengend Schler finden lassen, drfte einer Einrichtung einer Rechtskunde-AG eigentlich nichts im Wege stehen, insbesondere keine Finanzierungsfragen durch die Schule: Das Geld kommt aus dem Justizhaushalt Winken

Mit freundlichem Gru
Anton Reiser
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mitternacht
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Anmeldungsdatum: 22.05.2005
Beitrge: 6331
Wohnort: Franken

BeitragVerfasst am: 18.01.09, 00:14    Titel: Antworten mit Zitat

*staun*
An Bayerischen Gymnasien ist "Wirtschaft und Recht" ein Pflichtfach. Im wirtschaftlichen Gymnasium ab Kl. 8; ansonsten ab Klasse 9.
_________________
mitternchtliche Gre.


Gott wei alles - Lehrer wissen alles besser. Teufel-Smilie

Bin kein Jurist: Wer mir glaubt, ist selber schuld.
Meine Damen und Herren, heute Abend sinkt fr Sie: das Niveau!
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UHU-1
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Anmeldungsdatum: 13.08.2008
Beitrge: 287
Wohnort: Zentrum der Macht

BeitragVerfasst am: 18.01.09, 00:55    Titel: Antworten mit Zitat

Anton Reiser hat folgendes geschrieben::
Die Einrichtung entsprechender AGs an den Schulen halte ich fr sehr sinnvoll.


Dem kann ich mich nur anschlieen.
Hierbei kommt es zunchst darauf an, das Interesse der Schler an einem solchen "trockenen Thema" zu wecken.
_________________
Bildung ist das, was brig bleibt, wenn man alles, was man in der Schule gelernt hat, vergit.

(Albert Einstein)
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Anton Reiser
FDR-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 15.11.2006
Beitrge: 359
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 19.01.09, 02:13    Titel: Antworten mit Zitat

mitternacht schrieb:
Zitat:
An Bayerischen Gymnasien ist "Wirtschaft und Recht" ein Pflichtfach. Im wirtschaftlichen Gymnasium ab Kl. 8; ansonsten ab Klasse 9.

Nunja, der Schwerpunkt liegt aber doch wohl eher auf dem Fach Wirtschaft, nicht auf Rechtskunde. Vorwiegend (arbeits)rechtliche Fragestellungen sind aber auch durchaus in NRW Thema des Wirtschaftsunterrichtes (als Teil des Faches Arbeitslehre in der Hauptschule und in der Gesamtschule bzw. Politik/Witschaft im Gymnasium).

Rechtswissenschaft ausschlielich auf Lehramt zu studieren ist offenbar auch in Bayern nicht mglich. Als Fach wird es lediglich an Berufskollegs unterrichtet (?), ansonsten ist man in Bayern auf das "Wahlfach" Rechtskunde angewiesen, das durch Richter und Staatsanwlte unterrichtet wird.
Siehe
http://www.justiz.bayern.de/ministerium/presse/archiv/2008/detail/54.php

Die Einrichtung von "11 Gruppen mit 217 Teilnehmern" bedeutet aber auch, dass die Nachfrage nicht nur in NRW nicht allzu berbordend ist, aber mglicherweise auch nicht die Bereitschaft des einen oder anderen Richters bzw. Staatsanwaltes sich fr 46 die Doppelstunde zu verdingen (obwohl das keine schlechte Vegtung ist). Das ist jedenfalls der Vergtungssatz in NRW, wo vor allem Rechtsanwlte dieses "Geschft" bernehmen:

http://www.justiz.nrw.de/Infomaterial/publikationen/justizintern/2007/04_2007.pdf

@ UHU-1: Das Interesse an einem Fach zu wecken ist aber am ehesten mglich, wenn es auch Lehrer gibt, die es unterrichten (knnen/drfen). Die gibt es in NRW leider nur sehr sprlich. Die Restriktion, dass entweder dementsprechend ausgebildete Lehrer oder aber Volljuristen diese Fach - selbst in einer AG- unterrichten, mag ja einerseits verstndlich sein, scheint mir andererseits aber auch eine unntige brokratische Hrde zu sein. Auch andere Fcher werden fachfremd erteilt, zu Fchern, zu denen man eine gewisse "Affinitt" zeigt- kann man in NRW sogar dienstverpflichtet werden.

Mit freundlichem Gru
Anton Reiser
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katmai
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Anmeldungsdatum: 28.01.2007
Beitrge: 411
Wohnort: Down Under.

BeitragVerfasst am: 19.01.09, 23:29    Titel: Antworten mit Zitat

Anton Reiser hat folgendes geschrieben::
mitternacht schrieb:
Zitat:
An Bayerischen Gymnasien ist "Wirtschaft und Recht" ein Pflichtfach. Im wirtschaftlichen Gymnasium ab Kl. 8; ansonsten ab Klasse 9.

Nunja, der Schwerpunkt liegt aber doch wohl eher auf dem Fach Wirtschaft, nicht auf Rechtskunde. Vorwiegend (arbeits)rechtliche Fragestellungen sind aber auch durchaus in NRW Thema des Wirtschaftsunterrichtes (als Teil des Faches Arbeitslehre in der Hauptschule und in der Gesamtschule bzw. Politik/Witschaft im Gymnasium).


Als bayerischer Ex-WR-LKler: Ne, wir haben da munter Systematik des BGB durchgeackert, Abstraktionsprinzip, Kaufvertrag und solche Scherze. Dann Handelsrecht und (ganz, ganz wenig) Strafrecht. Und dann halt BWL und VWL. Waren zwei schne, aber auch ziemlich stressige Jahre (und das auch aus Studiumssicht), in denen ich eine ganze Menge zum Recht gelernt habe.


Gru,

katmai.
_________________
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