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Irgendwas ist da falsch
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Ivanhoe
Gast





BeitragVerfasst am: 21.01.09, 17:27    Titel: Antworten mit Zitat

Abrazo hat folgendes geschrieben::
Natrlich knnen auch alle irren.

*prust* Ei jesses, jetzt hab ich die Cola auf meinem Bildschirm...........

DAS nenne ich mal Selbstbewusstsein!!!
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Roni
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 21.01.2005
Beitrge: 4287

BeitragVerfasst am: 21.01.09, 17:34    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
DAS nenne ich mal Selbstbewusstsein!!!



Nein



http://www.duden.de/duden-suche/werke/fx/000/129/Querulantentum.129171.html
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Abrazo
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 30.05.2005
Beitrge: 5941
Wohnort: Kln

BeitragVerfasst am: 21.01.09, 22:44    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Was soll einer der glaubt, dass wenn etwas von seinen Sinnen so war genommen wird und er keinen Grund fuer eine Sinnestaeuschung sieht, dass dann etwas wirklich so ist mit einem diskutieren, der nicht glaubt, dass die Sinne etwas korekt wahrnehmen koennen?

Etwas einfach nur zu glauben und entsprechend zu behaupten, ist nicht vernnftig. Damit es zu einem vernnftigen Argument wird, muss man es schon begrnden.
Die Ursache fr den Glauben der Sophisten (und manch anderer) drfte die Logik sein, die zwingend ist. In dem Moment, in dem mir bewusst ist, was da passiert, in dem ich es in Worte fassen kann, ist logisch zwingend die Mglichkeit entstanden, dass es auch nicht sein knnte. Denn sobald ich etwas abgrenze und sage: dies ist das, grenze ich ab gegen das, was dies nicht ist, das folglich zur Mglichkeit wird. Wer sich darauf einlsst, lsst sich m.E. von der Logik verhexen. Denn wenn etwas mglich ist - und mglich ist zumindest, dass es ist oder nicht ist - dann heit das noch nicht, dass es wirklich ist. Ob das, was mglich ist, auch wirklich ist, das muss im Zweifel erst heraus gefunden werden. Wenn ich sage, da ist ein Baum, so kann ich mich darin irren. Wenn ich aber angebe, wie eine potentiell unendliche Zahl von Menschen meine Aussage "da ist ein Baum" auf Wahrheit berprfen kann und diese berprfung kommt bei denen, die es berprfen, zu dem Ergebnis: ja, er hat Recht, da ist ein Baum (Konsens), dann kann man zumindest so lange davon ausgehen, dass da ein Baum ist, wie einer dies nicht mit Grund widerlegen kann, wie er nicht nachweisen kann, dass alle, die dies berprft haben, sich getuscht haben - und wodurch.

Wenn es nun aber gar keine Bume gbe (immerhin auch logisch mglich)? Dann knnte man es nicht sagen. Denn wenn es keine Bume gbe, dann gbe es dafr auch kein Wort und niemand knnte darber diskutieren, ob es Bume gibt.

Bei solchen Diskussionen vergisst man gerne das Medium, in dem sie erfolgen: die Sprache. Mit der ist man nicht geboren, die hat man gelernt. Und man hat die Ausdrcke fr Vorgnge, Gefhle und Gegenstnde deswegen gelernt, weil andere Menschen, die die Sprache lngst beherrschen, das gleiche tun, wahrnehmen und fhlen wie man selbst.

Wenn Aristoteles keine Schildkrte berholen kann und die so mathematisch 'bewiesen' wird, dann kann nichts und niemand irgend etwas berholen. Welche Bedeutung soll dann aber das Wort "berholen" haben, woher sollen die Sophisten es kennen, wenn berholen gar nicht ist?

Zitat:
Letzterer weis doch schon mal gar nicht, ob erstere existiert, da er diesen ja auch nur ueber seine Sinne wahrnimmt.

Nun, in diesem Falle wrde ich fragen: was meinst du mit "existieren"?
Und dann schaun wir mal, was er meint.

Zitat:
Der Achill Streit braucht zur Loesung kein Ueberpruefen der Vernunft des gegenuebers, sondern nur eine Uebereinkunft darueber, ob wenn man einen x-belibigen Laeufer eine Schildkroete ueberholen sieht, dass daraus folgt, dass dieser die Schildkroete ueberholt hat.

Viel einfacher: es gengt die Frage: wie nennst du das, was du da siehst?

Zitat:
Und wie stellt man das fest, wenn der andere das mit der Wahrheit auch nicht so genau nimmt?

Was hltst Du davon, diese Frage mal einem erfahrenen Richter zu stellen? Denn dessen Antwort wird, weil weniger abstrakt, gewiss leichter zu erfassen und zu verstehen sein als die philosophische.

Zitat:
Und wenn man feststellt, dass der andere Worte in widerspruechlicherweise zu benutzen scheint, woher weis man, dass man nicht aufgrund eigener Denkfehler nur meint widersprueche zu sehen?

Nun, da hat man schon lange eine Lsung. Man fasst die einzelnen Satzteile (Wrter aller Art, aber auch Pronomina, Prpositionen usw.) in Zeichen und prft dann, inwieweit sich aus dieser Zeichenkette ein folgerichtiger, widrspruchsfreier Schluss ergibt. Die Freunde der formalen Logik haben fr alle mglichen und unmglichen Wrter und Wortfunktionen ihre Zeichen, die malen Dir damit ganze Tapeten voll - und es verhlt sich nicht anders als in der nahen Verwandtschaft, der Mathematik: am Ende steht beweisbar wahr oder falsch.

Und bei Missverstndnissen, wie gesagt, muss man sich mit der Frage "was meinst du" an einen verbalen Konsens heran arbeiten, um alles weitere Denken berhaupt diskutieren zu knnen.

Zitat:
Das ist dann aber eine reine Abstimmungsfrage, die Mehrheit entscheidet was normal ist

Darber zu debattieren habe ich keine Lust. Man muss nicht alles zerrupfen. Die weit berwiegende Mehrheit der Menschen hrt keine Stimmen, sieht dafr aber.

Zitat:
Im allgemeinen hat man doch ein Kuddelmuddel an unzaehligen verschiedenen Moeglichkeiten und ein sauberes darstellen ist nahezu unmoeglich.

N.

Zitat:
Z.b. der Satz "Alle, die andere Menschen toeten, sind Verbrecher." vergisst Unfaelle, Notwehr, vermeintliche Notwehr und vielleicht noch anderes.

Erstmal vergisst er, dass es sich hier um eine Allaussage handelt, die durch ein einziges Element, das dieser Aussage widerspricht, falsifiziert ist.
Es gab mehr als einen M;enschen, der einen anderen Menschen gettet hat, ohne dass man ihn Verbrecher nennt, ergo ist die Aussage falsch.

Giordano kann - eventuell - morgen kommen, jetzt bin ich mde.
Aber ob ich ihn zitiere, wei ich noch nicht. Denn ich muss sagen, was er sagt, widert mich dermaen an, dass ich mir schwer berlegen muss, ob ich mich mit dem Kram berhaupt noch mal nher befassen soll. Da strubt sich was in mir, und im Moment bin ich geneigt, dem nachzugeben.
_________________
Gre,
Abrazo
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