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Unkorrektes Verhalten Bank- keine Reaktion auf Beschwerden

 
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Bambus
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 29.07.2006
Beitrge: 41

BeitragVerfasst am: 30.01.09, 16:45    Titel: Unkorrektes Verhalten Bank- keine Reaktion auf Beschwerden Antworten mit Zitat

Hallo,
mal ganz allgemein gefragt:

Angenommener Fall: Ein Kunde stellt online eine Kreditanfrage bei einer Bank und bekommt eine sogenannte "Online-Sofortzusage" (vorbehaltlich abschlieender Bonittsprfung). Die Bank zahlt den Kredit aus, allerdings um einige hundert Euro niedriger als im Kreditantrag vereinbart. Trotz unzhliger telefonischer Anfragen bei einer sogenannten "Service-Hotline" der Bank (es ist dem Kunden kein direkter Sachbearbeiter genannt worden) sieht sich keiner der Berater imstande, den genauen Grund fr die niederere Kreditauszahlung zu nennen, auch hat der Kunde zu keiner Zeit schriftlich einen Grund genannt oder anderen Vertrag zugesandt bekommen. Anfragen per Fax und E-mail werden nicht beantwortet.

Gleichzeitig jedoch zieht die Bank in den darauffolgenden Monaten die im Kreditvertrag/antrag berechnete und vereinbarte monatl. Kreditrate fr die dort genannte - und hhere - Kreditsumme ein. Weitere zahlreiche Anrufe bei der Bank folgen u. trotz mndlicher Zusagen man werde sich um die Angelegenheit kmmern erfolgt keine Reaktion der Bank.

Der Kunde setzt der Bank schriftlich (per Einschreiben mit Rckschein) eine Frist, die Differenz von mehreren hundert Euro - zwischen vereinbarter Kreditsumme und ausbezahlter Kreditsumme - auf dessen Konto zu berweisen, da der Kunde hierfr auch Zinsen (in Form der monatl. Kreditrate) bezahlt.

Die Frist luft ab, ohne dass die Bank in irgendeiner Weise darauf reagiert hat.

Wie sieht die Rechtslage aus? Wie sollte sich der Kunde verhalten, um zu seinem Recht zu kommen und die Bank zum Reagieren? Wre z.B. der Ombudsmann oder die Bankenaufsicht empfehlenswert?

Besten Dank im Voraus.

Bambus
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Methew
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Anmeldungsdatum: 02.05.2007
Beitrge: 542
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 30.01.09, 20:07    Titel: Re: Unkorrektes Verhalten Bank- keine Reaktion auf Beschwerd Antworten mit Zitat

Bambus hat folgendes geschrieben::

Wie sieht die Rechtslage aus? Wie sollte sich der Kunde verhalten, um zu seinem Recht zu kommen und die Bank zum Reagieren? Wre z.B. der Ombudsmann oder die Bankenaufsicht empfehlenswert?



Jeep entweder Ombudsmann oder einfach mal Post an hhere Stellen: Vorstand, Revision, Beschwerdestelle je nachdem was sich halt so anbietet.
_________________
Alle meinen Beitrge sind nur meine Meinung, die ich nach bestem Wissen und Gewissen abgebe. Man beachte besonders, dass ich nur Geldvernichter (Bnker) bin...
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Bambus
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Anmeldungsdatum: 29.07.2006
Beitrge: 41

BeitragVerfasst am: 31.01.09, 10:09    Titel: Antworten mit Zitat

Danke fr die Antwort.
Angenommen, der Kunde hat in seinem Schreiben gleichzeitig mit der Fristsetzung darauf hingewiesen, bei Nichteinhaltung (sprich: bei Nichtberweisung der geforderten Summe) die Bankenaufsicht einzuschalten, die Bank reagiert aber nicht darauf, macht es dann Sinn, sich im Vorfeld doch erst noch einmal (z.B.) beim Vorstand der Bank ber das Vorgehen zu beschweren?

Was ist der genaue Unterschied zwischen Bankenaufsicht und Ombudsmann? Welche Institution wre in dem genannten Fall beeser geeignet um seiner Forderung Nachdruck zu verleihen?

Ganz generell: Darf eine Bank ohne vorherige Information an den Kunden, einfach die im Kreditantrag zugrundegelegten Summen ndern/krzen? Gilt nach einer "Online-Sofortzusage" und anschlieender Auszahlung des Kredits nich automatisch der Antrag als von der Bank angenommen - sprich: ist der Kreditantrag damit nicht automatisch in einen Vertrag umgewandelt worden, insbesondere dann, wenn die Bank die in dem Kreditantrag berechneten Raten einzieht, fr eine Summe, die sie so nicht ausbezahlt hat?

Meinem Gefhl nach grenzt das schon an Betrug, ganz zu Schweigen von dem anschlieendem Verhalten der Bank...?

Gre Bambus
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Methew
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Anmeldungsdatum: 02.05.2007
Beitrge: 542
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 31.01.09, 10:50    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo!

Die Bankenaufsicht ist unabhngig und von der Regierung.

Infos ber die Beschwerdestelle der Bankenaufsicht gibt es bei der Bafin: http://www.bafin.de/cln_109/nn_723754/DE/Verbraucher/BeschwerdenAnsprechpartner/BaFinBeschwerde/bafinbeschwerde__node.html?__nnn=true

Ombudsmnner (gibt es eigentlich das Wort Ombudsfrau?) sind meines Wissens nach bei den Verbnden der jeweiligen Bank angesiedelt, ich wrde erst einmal diesen Weg bevorzugen.

Generell wrde ich aber erst das Gesprch ber eine nchst hhere Stelle in der Bank suchen, bevor ich "die Keule" mit Ombudsmann etc. herausholen wrde.

Bevor ich jedoch die ganzen Rder in Bewegung setze wrde ich aber einmal genau prfen ob der Kreditvertrag vom Kunden nicht vielleicht Disagio oder Bearbeitungsgebhr enthlt, wodurch die Diferenz entsteht.
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Tastenspitz
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Anmeldungsdatum: 05.07.2007
Beitrge: 4335
Wohnort: Memmingen

BeitragVerfasst am: 31.01.09, 10:54    Titel: Antworten mit Zitat

Man knnte auch auf jeden Fall den Vertrag nochmal genau prfen ( evt. durch Verbraucherschutz) ob da nicht irgendwo versteckte Gebhren, Provisionen, Auszahlungsabschlge oder so was drin sind. Unsere Banker sind in der Hinsicht sehr kreativ.

Edit:Mist, zu spt Geschockt
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Gesetze sind eine milungene Kreuzung aus dem Alphabet und einem Labyrinth.
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Bambus
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Anmeldungsdatum: 29.07.2006
Beitrge: 41

BeitragVerfasst am: 31.01.09, 13:02    Titel: Antworten mit Zitat

Angenommen im genannten Fall wrde im Kreditantrag stehen:


Darlehensvertrag vom IX.X.CCVIII

Errechnung der Darlehenssumme - Beitrge in Euro-

Bar-/Nettodarlehen: xxxxx,xx Euro
+ Bearbeitungsgebhr: xxx,xx Euro
+ Zinsen gesamt: xxxx,xx Euro
= Bruttodarlehen/Gesamtbetrag: yyyyy,yy Euro

Ratenplan:

1. Rate: xxx;xx Euro
XX Folgeraten: xxx,xx Euro

Berechnetes Auszahlungsdatum: IX.X.CCVIII - also identisches Datum mit oben genanntem Datum Darlehensvertrag


Die Auszahlung erfolgt jedoch erst 13 Tage spter.
Der Kunde kann nicht erkennen, dass sich die Bank rechtens verhlt..

Stichwort Verbraucherschutz, ganz allgemein gefragt - sind die dort arbeitenden Berater auf die entsprechenden Themengebiete spezialisiert oder findet dort "nur" eine allgemeine Beratung statt?

Danke und Gre, Bambus
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Methew
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Anmeldungsdatum: 02.05.2007
Beitrge: 542
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 31.01.09, 13:27    Titel: Antworten mit Zitat

Mageblich drfte hierbei nicht das Datum der Auszahlung sondern die Valuta, also Wertstellung sein!

Wenn die Bank also 13 Tage spter auszahlt, aber mit der entsprechenden Wertstellung passt doch alles.

Anders sieht es aus wenn der Kreditbetrag von einer Bank zu einer anderen Bank ausgezahlt wird und es also keine rckwirkende Saldenverrechnung gibt.


Und in dem Kreditvertrag tauchte doch das Wort Bearbeitungsgebhr anscheinend auf...


Ich als Bnker kann derzeit nicht erkennen dass sich die Bank nicht rechtens verhlt...

Eine konkrete Rechtsberatung die Hand & Fu hat, gibt es defenetiv nur beim Anwalt des Vertrauens.
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Bambus
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Anmeldungsdatum: 29.07.2006
Beitrge: 41

BeitragVerfasst am: 31.01.09, 13:54    Titel: Antworten mit Zitat

Die Bearbeitungsgebhr wurde zum Darlehensbetrag hinzuaddiert und aus dieser Gesamtsumme wurden die Zinsen errechnet, diese wurden dann wiederum hinzuaddiert. Sprich: die Bearbeitungsgebhr (samt Zinsen dafr) bezahlt der Kunde mit seinen Raten.

Deinem Standpunkt nach, wre es also rechtens, dass eine Bank einen Vertrag abschliet und dann - je nach gutdnken und je nach dem wie sie lustig ist - sich mglichst lange (am besten viele Wochen) Zeit damit lt, die vereinbarte Summe auszubezahlen um nebenbei noch mglichst viel am Kunden zu verdienen??

Der Kunde kann sich beim besten Willen nicht vorstellen, dass das rechtens ist.
In genanntem Fall, ist es nicht der erste Kredit, den Kunde abgeschlossen hat und es wurde exakt die Summe ausbezahlt, die im Kredirvertrag vereinbart wurde und keinen Cent weniger.

Gru Bambus
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Methew
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Anmeldungsdatum: 02.05.2007
Beitrge: 542
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 31.01.09, 14:29    Titel: Antworten mit Zitat

Bambus hat folgendes geschrieben::
Die Bearbeitungsgebhr wurde zum Darlehensbetrag hinzuaddiert und aus dieser Gesamtsumme wurden die Zinsen errechnet, diese wurden dann wiederum hinzuaddiert. Sprich: die Bearbeitungsgebhr (samt Zinsen dafr) bezahlt der Kunde mit seinen Raten.


Ist doch schon einmal wunderbar und m.E. nach Vertrags- und rechtskonform.
Ob man die Bearbeitungsgebhr gleich mitverzinst, ist mit Sicherheit diskutierbar.

Bambus hat folgendes geschrieben::
Deinem Standpunkt nach, wre es also rechtens, dass eine Bank einen Vertrag abschliet und dann - je nach gutdnken und je nach dem wie sie lustig ist - sich mglichst lange (am besten viele Wochen) Zeit damit lt, die vereinbarte Summe auszubezahlen um nebenbei noch mglichst viel am Kunden zu verdienen??


Falsch und bevor du das behauptest lies noch einmal genau das was ich den Post darber geschrieben habe. Stichwort: Wertstellung! http://de.wikipedia.org/wiki/Wertstellung

Meistens haben Banken dafr auch Grnde dass sie mit der Auszahlung warten.
Beispiel: Fehlende Unterlagen bei KFW Darlehen, fehlende GBAs etc. pp.

Aussedem ist jetzt erst einmal die Frage worum es hier genau geht:
Wurde dem Kunden faktisch zu wenig ausgezahlt? -> Meldung bei der hheren Stelle wie bereits vorher beschrieben, wenn das nichts bringt -> Ombudsman oder Anwalt.

Oder geht es darum dass dem Kunden sein Geld spt ausgezahlt wurde?
Dann erst einmal die Valuta prfen und dann auch wieder den vorgenannten Kommunikationsweg einschlagen.
_________________
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Bambus
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Anmeldungsdatum: 29.07.2006
Beitrge: 41

BeitragVerfasst am: 31.01.09, 15:38    Titel: Antworten mit Zitat

Es geht in genanntem Fall darum, dass laut Kreditvertrag eine auszuzahlende Summe von YYYYY, YY vereinbart wurde. Unabhngig davon, wann diese vereinbarte Summe letztendlich ausgezahlt wurde (in diesem Fall waren es zwei Wochen nach Vertragsabschlu, was jetzt aber nicht's zur Sache tun soll): Die Bank mu dem Kunden doch die im Vertrag vereinbarte Summe von YYYY,YY berweisen und nicht eine andere Summe von YYXX,XX, die um fast 1/5 niedriger ist, als vertraglich vereinbart wurde. Gleichzeitig zieht die Bank aber Zinsen in Form von Raten ein, die fr die hhere Summe berechnet wurden. Da widerspricht es doch jeder Logik, dass das rechtens sein kann? Sollte es etwas mit der verspteten Auszahlung zu tun haben, dann kann es doch nicht zu Lasten des Kunden gehen, wenn die Bank sich damit Zeit lt?

Zudem spricht auch das Verhalten der Bank, in der sie in keinster Form auf die Beschwerden des Kunden reagiert oder darum bemht ist den Sachverhalt aufzuklren, nicht gerade dafr, dass es sich um ein serises Unternehmen hlt.

Wenn ein Kunde z.B. ein Auto kauft, und es wird erst zwei Monate spter geliefert, kann der Hndler ja auch nicht pltzlich mehr verlangen (weil etwa die Preise inzw. in die Hhe gegangen sind.). Es gilt doch der vereinbarte Betrag, der im Kaufvertrag vereinbart wurde. Der Kunde will jetzt nicht pfel mit Birnen vergleichen, aber Vertrag ist doch Vertrag, auch wenn er mit einer Bank abgeschlossen wurde....?

Gre, Bambus
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