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Passus in Patientenverfgung unklar.

 
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comander01
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Anmeldungsdatum: 02.12.2005
Beitrge: 1604
Wohnort: near lake constanz

BeitragVerfasst am: 23.02.09, 11:10    Titel: Passus in Patientenverfgung unklar. Antworten mit Zitat

Eine ltere Dame (77 Jahre, vor einer komplizierten Operation ) ist momentan dabei, eine Patientenverfgung aufzusetzen, eine Vorsorgevollmacht zu erteilen und ein Schreiben ber ihre jetzigen Wertvorstellungen zu erstellen.
Die von ihr gewnschten Teile ihrer eigenen Patientenverfgung hat sie sich auf der entsprechenden Website des Bundesministeriums heruntergeladen und sich die Bausteine so zusammengesetzt, wie sie ihren Vorstellungen entsprechen. Sie benennt ihren Neffen als Betreuer/Bevollmchtigten.
Es bestehen nun noch folgende Unklarheiten, sie schreibt -
Ich mchte, wenn mglich, in einem Krankenhaus sterben und dort Beistand durch meinen Ehemann, Herrn .............sowie Frau (langjhrige Freundin), erhalten.

Muss sie hier den von ihr benannten Betreuer (Neffe) ebenfalls auffhren oder zhlt dieser durch seinen Benennung zum Betreuer/Bevollmchtigten automatisch zum Beistand?

Weiterhin schreibt sie:

In Situationen, die in dieser Patientenverfgung nicht konkret geregelt sind, ist mein mutmalicher Wille mglichst im Konsens aller Beteiligten zu ermitteln

Wer sind die hier Beteiligten? Zhlen auch die im vorhergehenden Abschnitt als Beistand benannten Personen dazu, also muss die langjhrige Freundin hier ebenfalls bei einer mglchen Entscheidung mitreden oder ist hier nur der Betreuer/Bevollmchtigte und das behandelnde rzteteam gemeint?

Und zum Schlu noch die Frage, ob der Ehemann nicht automatisch zum Betreuer wird? Oder bentigt dieser ebenfalls ein Vollmacht?

Fr mich ist dies ein vllig neues Thema, ich kenne mich hier berhaupt nicht aus, ich hoffe aber, meine Frage ist trotzdem verstndlich und es kann jemand was zu meinen Fragen antworten.

Vielen Dank vorab.
_________________
Beste Gre

der comander01
--------------------
....es heit comander01... comander01 ... mit einem - m - ,nicht mit - mm - und mit ner 01 hintendran, so viel Zeit muss sein!
Ist denn das soooo schwer? ? ?
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-T-
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 15.11.2008
Beitrge: 24

BeitragVerfasst am: 27.02.09, 16:20    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Ich mchte, wenn mglich, in einem Krankenhaus sterben und dort Beistand durch meinen Ehemann, Herrn .............sowie Frau (langjhrige Freundin), erhalten.

Muss sie hier den von ihr benannten Betreuer (Neffe) ebenfalls auffhren oder zhlt dieser durch seinen Benennung zum Betreuer/Bevollmchtigten automatisch zum Beistand?


Moin,
das einfachste wre die Dame nimmt ihren Neffen in ihrer Formulierung mit auf. Wenn der Neffe eine Vorsorgevollmacht oder Betreuung fr den gesundheitlichen Bereich hat, muss/darf er natrlich auch Beistand leisten.
Zitat:

Und zum Schlu noch die Frage, ob der Ehemann nicht automatisch zum Betreuer wird? Oder bentigt dieser ebenfalls ein Vollmacht?

Es besteht die Mglichkeit mehrere Bevollmchtigte, denen man vertraut zu benennen. Zum Betreuer ernennt das Gericht blicherweise einen nahen Verwandten. Wenn die Dame eine gltige Vorsorgevollmacht ausgestellt hat, besteht kein Grund fr eine Betreuung.
Zuszlich sollte sie in einer Betreuungverfgung einen Betreuer benennen. Das hat das Gericht zu bercksichtigen.

Evtl. hilft Ihnen das etwas weiter, ist aber nur eine Laienmeinung,
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comander01
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 02.12.2005
Beitrge: 1604
Wohnort: near lake constanz

BeitragVerfasst am: 27.02.09, 16:25    Titel: Antworten mit Zitat

@-T-

Zumindest ist es mal eine Meinung... Winken

Danke.
_________________
Beste Gre

der comander01
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....es heit comander01... comander01 ... mit einem - m - ,nicht mit - mm - und mit ner 01 hintendran, so viel Zeit muss sein!
Ist denn das soooo schwer? ? ?
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pOtH
FDR-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 07.03.2006
Beitrge: 3729
Wohnort: Ober-Ramstadt | Das Tor zum Odenwald

BeitragVerfasst am: 27.02.09, 18:26    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Durch eine schriftliche Patientenverfgung kann jeder geschftsfhige Mensch vorausbestimmen, welche rztlichen Massnahmen noch ergriffen werden sollen, wenn sein Tod unmittelbar bevorsteht und er selbst nicht mehr in der Lage ist, seinen Willen zu bilden oder verstndlich zu uern. Eine konkrete Anweisung in einer Patientenverfgung ist fr die behandelnden rzte verbindlich. Sie befreit rzte zugleich von dem Problem Spekulationen ber den wirklichen Willen des Sterbenden anstellen zu mssen.


Zitat:
Inzwischen existieren eine Vielzahl verschiedener Vordrucke fr Patientenverfgungen. Dabei gibt es erhebliche Qualittsunterschiede. Oft sind sie sehr allgemein und sehr ungenau verfasst (und damit in einer konkreten Entscheidungssituation unklar). Sie spiegeln auch kaum das eigene Wertesystem und die ganz persnlichen Bedrfnisse des Patienten wider.

http://www.krebsgesellschaft.de/lk_patientenverfuegung,999.html

Zitat:
Am 1. Juni 2006 ist das neue Patientenverfgungs-Gesetz, (PatVG) in Kraft getreten. Es regelt erstmalig, rechtlich eindeutig und transparent die Voraussetzungen fr die Errichtung einer Patientenverfgung sowie deren Wirkung und mgliche Inhalte.

Die N Patienten- und Pflegeanwaltschaft hat noch weitere Hilfsmittel zum Erstellen einer Patientenverfgung ausgearbeitet.
Sie stehen Ihnen hier kostenlos, als Download bereit.
Die gesamte Arbeitsmappe knnen Sie auch kostenlos bestellen.

http://www.meduniqa.at/3346.0.html

ps.: bezglich
Zitat:
Auch wenn der Krankheitsverlauf des Betroffenen einen irreversiblen tdlichen Verlauf genommen hat, ohne da der Tod kurz bevorsteht, kommt eine Entscheidung des Betreuers gegen lebensverlngernde Manahmen in Betracht.

Im entsprechenden Verfahren fr die vormundschaftsgerichtliche Zustimmung muss zwingend ein Verfahrenspfleger bestellt werden.

OLG Karlsruhe Az: 11 Wx 13/04

knnten die links unter http://wiki.btprax.de/Sterbehilfedokumente auch ganz interessant sein.
_________________
LAIENMEINUNG! <---> Lese hier nur fters!
Ab jetzt nurnoch Ringelpitz ohne anfassen!
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Franz Knigs
FDR-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 07.10.2007
Beitrge: 4915
Wohnort: Bad Honnef

BeitragVerfasst am: 27.02.09, 23:37    Titel: Antworten mit Zitat

pOtH hat folgendes geschrieben::
Am 1. Juni 2006 ist das neue Patientenverfgungs-Gesetz, (PatVG) in Kraft getreten. Es regelt erstmalig, rechtlich eindeutig und transparent die Voraussetzungen fr die Errichtung einer Patientenverfgung sowie deren Wirkung und mgliche Inhalte.

Nur der Klarheit halber: Bei dem Patientenverfgungs-Gesetz handelt es sich nicht um ein deutsches, sondern um ein sterreichisches Gesetz.
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