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Erwerbsminderungsrente und Reha-Manahme

 
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Bernhard L.
FDR-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 08.01.2005
Beitrge: 126

BeitragVerfasst am: 08.03.09, 16:28    Titel: Erwerbsminderungsrente und Reha-Manahme Antworten mit Zitat

Hallo zusammen,

jemand ist schon seit mehreren Jahren voller Erwerbsminderungsrentner, bisher befristet
auf Zeit. Aufgrund eines Antrages auf Weiterzahlung der Erwerbsminderungsrente besteht
die Rentenversicherung vor der Bewilligung der Weiterzahlung auf einer Reha-Manahme.
(Es wurde seitens des Antragstellers jedoch kein Antrag auf eine Reha-Manahme
gestellt, d.h. die Reha-Manahme wird im Rahmen der Mitwirkungspflicht "aufgezwungen".)

Welche Geldleistung wird dann whrend der Reha-Manahme gezahlt? Wird einfach
die bisherige Erwerbsminderungsrente weiterhin gezahlt oder eine andere Leistung?
Falls letzteres: Wonach berechnet sich diese andere Leistung, wenn man schon seit
Jahren voller Erwerbsminderungsrentner ist?

P.S.: Kann man gegenber der Rentenversicherung auf einer ambulanten Reha-
Manahme bestehen, ohne seine sogenannte Mitwirkungspflicht zu verletzen?

Vielen Dank fr Eure Antworten.

Viele Gre, Bernhard
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TrixiMaus
FDR-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 27.05.2008
Beitrge: 172
Wohnort: Hessen

BeitragVerfasst am: 09.03.09, 16:00    Titel: Re: Erwerbsminderungsrente und Reha-Manahme Antworten mit Zitat

Bernhard L. hat folgendes geschrieben::

Welche Geldleistung wird dann whrend der Reha-Manahme gezahlt? Wird einfach
die bisherige Erwerbsminderungsrente weiterhin gezahlt oder eine andere Leistung?
Falls letzteres: Wonach berechnet sich diese andere Leistung, wenn man schon seit
Jahren voller Erwerbsminderungsrentner ist?


Die Rente knnte zunchst weiterhin befristet werden:
102 Abs.2a SGB VI:
Werden Leistungen zur medizinischen Rehabilitation oder zur Teilhabe am Arbeitsleben erbracht, ohne dass zum Zeitpunkt der Bewilligung feststeht, wann die Leistung enden wird, kann bestimmt werden, dass Renten wegen verminderter Erwerbsfhigkeit oder groe Witwenrenten oder groe Witwerrenten wegen Minderung der Erwerbsfhigkeit mit Ablauf des Kalendermonats enden, in dem die Leistung zur medizinischen Rehabilitation oder zur Teilhabe am Arbeitsleben beendet wird.


In der Praxis wird dies allerdings kaum angewendet, da sich hier erhebliche Probleme ergeben knnen.

TrixiMaus
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Bernhard L.
FDR-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 08.01.2005
Beitrge: 126

BeitragVerfasst am: 09.03.09, 16:41    Titel: Antworten mit Zitat

Vielen Dank fr Deine Antwort.

In der Praxis wurde die volle Erwerbsminderungsrente bereits zweimal um jeweils einen
weiteren Monat verlngert, weil die angeforderten rztlichen Befundberichte noch nicht
da waren.

Du schreibst, in der Praxis wird dies allerdings kaum angewendet, da sich hier erhebliche
Probleme ergeben knnen...

Welcher Art wren denn diese Probleme?

Viele Gre, Bernhard
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MUNGA
FDR-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 05.04.2006
Beitrge: 431
Wohnort: Amtszimmer

BeitragVerfasst am: 09.03.09, 18:02    Titel: Erwerbsminderungsrente und Reha-Manahme Antworten mit Zitat

Zitat:
P.S.: Kann man gegenber der Rentenversicherung auf einer ambulanten Reha-
Manahme bestehen, ohne seine sogenannte Mitwirkungspflicht zu verletzen?


Wenn die Grnde pausibel, nachvollziehbar und/oder rztlich indiziert sind.....


Zitat:
In der Praxis wurde die volle Erwerbsminderungsrente bereits zweimal um jeweils einen weiteren Monat verlngert, weil die angeforderten rztlichen Befundberichte noch nicht da waren.


Eigentlich unvorstellbar, rechtlich auch schwierig zu begrnden - zumindest nicht fr einen Monat. Entweder liegt ein Leistungsfall vor oder nicht!

Im Vorfeld ist eigentlich grob abschtzbar, wann voraussichtlich eine Reha-Manahme angetreten wird, wie lange diese voraussichtlich andauern wird, wann der Entlassungsbericht vorliegt, wann der Medizinmann seine Meinung abgibt - dann sollte auch der vorlufige Endzeitpunkt grob taxiert werden knnen.

Selsbt wenn dieser im Detail zu grozgig (langfristig) bemessen ar, man kann auch eine Rente auf Zeit (theoretisch) wieder entziehen.....
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Old Piper
FDR-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 14.09.2004
Beitrge: 2538

BeitragVerfasst am: 09.03.09, 18:38    Titel: Re: Erwerbsminderungsrente und Reha-Manahme Antworten mit Zitat

MUNGA hat folgendes geschrieben::
Eigentlich unvorstellbar, rechtlich auch schwierig zu begrnden - zumindest nicht fr einen Monat. Entweder liegt ein Leistungsfall vor oder nicht!

N, eher gngige Praxis. Wenn der Antrag auf Weiterzahlung rechtzeitig genug gestellt wurde und sich die med. Ermittlungen aus Grnden, die der Rentenbezieher nicht zu vertreten hat, verzgern, wird die rente gerne mal ein oder zwei Monate weiterbewilligt.

Zitat:
In der Praxis wird dies allerdings kaum angewendet, da sich hier erhebliche Probleme ergeben knnen.

Kann ich so jetzt eigentlich auch nicht besttigen. Es ist nicht gerade der Regelfall, kommt aber durchaus vor. Welcher Art sollen denn die erheblichen Probleme sein?
_________________
MfG
Old Piper
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Behrden- und Gerichtsentscheidungen sind zwar oft recht mig, aber meistens rechtmig.
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TrixiMaus
FDR-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 27.05.2008
Beitrge: 172
Wohnort: Hessen

BeitragVerfasst am: 09.03.09, 18:42    Titel: Antworten mit Zitat

Bernhard L. hat folgendes geschrieben::

Du schreibst, in der Praxis wird dies allerdings kaum angewendet, da sich hier erhebliche
Probleme ergeben knnen...
Welcher Art wren denn diese Probleme?


Die Bewilligung auf das Ende des Monats der Reha-Manahme ist juristisch korrekt, da ein Endzeitpunkt konkret bezeichnet wird.
Die "Probleme" entstehen dann, wenn nach der Reha-Manahme entschieden wird, es liegt keine Erwerbsminderung mehr vor.
Diese Entscheidung kann in der Praxis in keinem Fall mehr im Monat der Entlassung aus der Reha getroffen und die Rentenzahlung eingestellt werden.
Die Rechtsfolge: die Rente ist ohne Rechtsgrundlage fr 1,2 oder 3 Monate gezahlt und vom Rentner (Versicherten) zu erstatten.
Folge: bezglich der Erstattung wirde es erneut "Probleme" geben.

Fazit: die Mitarbeiter der DRV legen lieber einen kalendarischen Endzeitpunkt fest und entgehen damit allen Problemen (sowohl fr den Versicherten als auch fr die Mitarbeiter).

TrixiMaus
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TrixiMaus
FDR-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 27.05.2008
Beitrge: 172
Wohnort: Hessen

BeitragVerfasst am: 09.03.09, 18:45    Titel: Re: Erwerbsminderungsrente und Reha-Manahme Antworten mit Zitat

Old Piper hat folgendes geschrieben::
[
Zitat:
In der Praxis wird dies allerdings kaum angewendet, da sich hier erhebliche Probleme ergeben knnen.

Kann ich so jetzt eigentlich auch nicht besttigen. Es ist nicht gerade der Regelfall, kommt aber durchaus vor. Welcher Art sollen denn die erheblichen Probleme sein?


Mein Beitrag hat sich gerade mit Ihrem gekreuzt.

TrixiMaus
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Bernhard L.
FDR-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 08.01.2005
Beitrge: 126

BeitragVerfasst am: 09.03.09, 21:20    Titel: Antworten mit Zitat

Mir geht es noch einmal darum, eine ambulante Reha-Manahme durchzusetzen,
obwohl ich normalerweise eine stationre Reha verordnet bekommen wrde:

Wie stehen denn die Chancen, wenn man angibt, dass man mit seiner schwer herz-
kranken Mutter (100% schwerbehindert) zusammenlebt, ihr einziger Angehriger ist,
und die Mutter eine lngere Abwesenheit gesundheitlich nicht tolerieren wrde
(massive Angstzustnde)? Gerade bei ihrer Herzschwche knnte diese Dauer-
aufregung, die sie htte, wenn ich fr lnger nicht zuhause wre, sogar gesund-
heitsbedrohlich werden.

Es gibt sonst niemanden, der sich um meine Mutter kmmern wrde. Eine Kurzzeit-
pflege wrde nicht die Problematik mit den massiven Angstzustnden lsen und wre
auch nur nach Wartezeiten von mindestens 4 bis 5 Monaten verfgbar (lange Warte-
listen in den Pflegeheimen).

Habt Ihr da, die ihr vom Fach seid, praktische Erfahrungswerte, ob sich die Renten-
versicherung in einem solchen Fall auf eine ambulante Reha einlassen wrde?

Viele Gre, Bernhard
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Old Piper
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FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 14.09.2004
Beitrge: 2538

BeitragVerfasst am: 10.03.09, 08:38    Titel: Antworten mit Zitat

Das hat MUNGA schon korrekt, wenn auch nicht ganz vollstndig beantwortet:

Zitat:
Wenn die Grnde pausibel, nachvollziehbar und/oder rztlich indiziert sind.....

Die Art der vorgesehenen Reha-Manahme muss sich auch fr eine ambulante Behandlung eignen, z.B. psychosomatische Manahmen werden i.d.R. ambulant wenig erfolgversprechend sein.
Darber hinaus muss dem RV-Trger in der Nhe des Wohnortes auch eine geeignete Behandlungssttte zur Verfgung stehen. Nicht jede Wellness-Bude, die sich 'ambulantes Rehabiltzationszentrum' o.. nennt, ist auch als solches anerkannt.
_________________
MfG
Old Piper
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